Non-entry for missing written appeal declaration

6B_722/2012Tribunal fédéral / Division pénale28 janv. 2013Dismissed

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Résumé

The Federal Supreme Court held that the complaint could not be heard under Art. 108 BGG because the appellant failed to show any basis for requiring additional instructions beyond the clear appeal warning contained in the District Court's judgment. The cantonal appeal was therefore not reviewed. The request for free legal aid was refused as the complaint was hopeless, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, with his financial situation taken into account.

Regest

Art. 399 Abs. 3 StPO; Art. 108, 64, 65 and 66 BGG; non-entry for failure to file the written appeal declaration within the statutory time limit. A party who is expressly and clearly informed in the first-instance judgment of the need to file a written appeal declaration within 20 days cannot rely on a lack of clarification absent a substantiated showing that federal law required additional warnings. Where the complaint does not raise a reviewable legal issue, the Federal Supreme Court may decline to enter into it by summary procedure under Art. 108 BGG. Free legal aid is refused if the request lacks any prospect of success; costs may be reduced according to the party's financial circumstances.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_722/2012

Urteil vom 28. Januar 2013
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Übertretung des Gesetzes über die Fischerei (FischG),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zürich, I. Strafkammer,
vom 14. November 2012.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass die Vorinstanz auf eine Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen nicht eintrat, weil der Beschwerdeführer es unterlassen hatte, innert der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Entscheids eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei in Bezug auf die Berufungserklärung durch das Bezirksgericht Andelfingen nicht aufgeklärt worden. Das Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen enthält auf S. 9 indessen eine ausführliche und klare Rechtsmittelbelehrung, in welcher auf die Notwendigkeit, binnen 20 Tagen eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen, sogar in Fettdruck hingewiesen wird. Inwieweit das Recht im Sinne von Art. 95 BGG noch eine zusätzliche Aufklärung des Beschwerdeführers verlangt hätte, ist seiner Eingabe nicht zu entnehmen. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 28. Januar 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: Monn

Mots-clés

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