Appeal inadmissible for lack of a challengeable decision and reasoning

6B_675/2010Tribunal fédéral / Division pénale24 août 2010Inadmissible

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Résumé

The Federal Supreme Court did not enter into the appeal against a letter of the Vaud LAVI compensation authority. It held that it was unclear whether there was an appealable decision at all and, in any event, the appellants failed to show any breach of federal law. The appeal was therefore inadmissible under the summary procedure of Art. 108 BGG. Court costs of CHF 800 were charged to the appellants' representative.

Regest

Art. 108 BGG; admissibility of an appeal and duty to substantiate alleged federal-law violations; where the filing does not identify an appealable decision or explain a cognizable breach of federal law, the court will not enter into the matter in simplified procedure. Costs may be imposed on the representative who caused them pursuant to Art. 66 paras. 1 and 3 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_675/2010

Urteil vom 24. August 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________ AG in Liquidation und Mitbeteiligte, vertreten durch Y.________,
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Département de l'intérieur, Service juridique et législatif, Autorité d'indemnisation LAVI,
Château 1, 1014 Lausanne,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
LAVI (OHG),

Beschwerde gegen das Schreiben des Département de l'intérieur, Service juridique et législatif, Autorité d'indemnisation LAVI, vom 7. Juni 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerdeführerinnen wurden mit Verfügung vom 8. Juli 2010 aufgefordert, den angefochtenen Entscheid spätestens am 18. August 2010 nachzureichen, ansonsten die Beschwerde unbeachtet bleibe. Am 8. August 2010 reichten die Beschwerdeführerinnen ein Schreiben des Beschwerdegegners vom 7. Juli 2010 ein. In diesem Schreiben teilt der Beschwerdegegner mit, er sei "l' autorité d'indemnisation en matière d'aide aux victimes d'infractions pour le canton de Vaud". Demgegenüber scheine er für das Anliegen der Beschwerdeführerinnen nicht zuständig zu sein (act. 5). Abgesehen davon, dass fraglich ist, ob überhaupt ein anfechtbarer Entscheid vorliegt, ergibt sich aus der wirren Beschwerde nicht, was an dem angefochtenen Schreiben gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Vertreter der Beschwerdeführerinnen, der sie verursacht hat, aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden Y.________ auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. August 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Mots-clés

inadmissibilityappealabilitysubstantiationvictim assistancecostssimplified procedure