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6B_653/2008 ΓÇó Non-entry due to insufficient reasoning and lack of jurisdiction
6B_653/2008Tribunal fédéral / Division pénale12 sept. 2008Dismissed
The appellant challenged the Zug High Court's decision striking a cantonal complaint from the record for failure to pay a cost advance in a criminal complaint matter. The Federal Supreme Court held that the federal complaint did not meet the requirements of reasoned pleading because it failed to address the cost-advance issue, while the appellant's reliance on a general duty to prosecute was irrelevant. The Court also noted that it lacked jurisdiction to receive claims against a canton and against judges or other persons. The complaint was not entered into and costs of CHF 800 were imposed on the appellant.
Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 108 BGG; non-entry for insufficiently reasoned complaint and lack of jurisdiction. A federal complaint must, in a substantively targeted manner, engage with the reasoning of the challenged decision and indicate, with reference to the contested legal issue, why it is unlawful; abstract allegations unrelated to the decisive procedural question do not satisfy the requirement of reasoning. If this prerequisite is manifestly lacking, the court may refuse to enter into the matter in summary procedure under Art. 108 BGG. The Federal Supreme Court is not a forum for direct actions against a canton or against judges and other persons outside its statutory competence. Court costs may be imposed on the unsuccessful complainant under Art. 66 Abs. 1 BGG.
{T 0/2}
6B_653/2008/sst
Urteil vom 12. September 2008
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________, Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, Aabachstrasse 1, 6301 Zug, Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichtanhandnahme einer Strafanzeige (Amtsmissbrauch etc.),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zug, Justizkommission, vom 4. Juni 2008.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Auf Anfrage (act. 5) hielt der Beschwerdeführer daran fest, dass er Beschwerde vor dem schweizerischen Bundesgericht gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zug vom 4. Juni 2008 erheben wolle (act. 6 S. 1 Ziff. 1 unten).
Im angefochtenen Beschluss wurde eine kantonale Beschwerde zufolge Nichtleistung eines Kostenvorschusses am Protokoll abgeschrieben. Mit der Frage des Vorschusses befasst sich der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht in einer Weise, die den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG genügen würde. Sein Vorbringen, die zuständigen Behörden seien verpflichtet, angezeigte Straftaten zu verfolgen, hat mit der Frage, ob in einem Beschwerdeverfahren ein Vorschuss verlangt werden kann, nichts zu tun. Im Übrigen wurde der Beschwerdeführer durch eine Verfügung zur Leistung des Vorschusses aufgefordert. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwieweit er "vor (der) Beschlussfassung" nochmals hätte angehört werden müssen. Sein Hinweis auf Art. 29 Abs. 2 BV (Beschwerde S. 6 oben) genügt nicht. Und schliesslich ist das Bundesgericht für die Entgegennahme von Klagen gegen einen Kanton und gegen Oberrichter und andere Personen nicht zuständig. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. September 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Schneider Monn