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6B_636/2010 ΓÇó Non-entry in criminal appeal over indecent conduct
6B_636/2010Tribunal fédéral / Division pénale2 août 2010Inadmissible
X.________ filed a criminal appeal against the Bern cantonal judgment confirming his conviction for indecent conduct. The Federal Supreme Court held that the submission did not meet the requirements for challenging the factual findings; it failed to show manifest error or arbitrariness and mainly argued his personal worldview. The appeal was therefore not entered into under Art. 108 BGG. In exceptional circumstances, the court waived costs.
Art. 108 BGG; admissibility of a criminal appeal depends on a substantiated challenge to the decisive factual findings. A mere disagreement with the cantonal court's assessment or argumentative references to one's worldview does not satisfy the requirement to show manifest incorrectness under Art. 97 Abs. 1 BGG or arbitrariness under Art. 9 BV. Where the submission is manifestly insufficiently reasoned, the President may decide not to enter into the appeal; costs may exceptionally be waived.
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6B_636/2010
Urteil vom 2. August 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalprokurator des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Unanständiges Benehmen,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Strafkammer, vom 9. Juli 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Auf der Rückseite des angefochtenen Entscheids, mit welchem eine Verurteilung wegen unanständigen Benehmens bestätigt wurde, erhebt der Beschwerdeführer einen Rekurs, der als Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen ist. Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, er habe am 4. September 2008 in einem Tea-Room durch ungebührliches Verhalten öffentliches Ärgernis hervorgerufen. Er macht dagegen geltend, er sei nicht unanständig gewesen, sondern habe "unterrichtend gewirkt". Er legt indessen nicht dar, dass und inwieweit die Feststellungen der kantonalen Richter offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV sein könnten. Die restlichen Ausführungen der Beschwerde betreffen seine Weltanschauung und gehen deshalb im vorliegenden Verfahren an der Sache vorbei. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. August 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre C. Monn