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6B_566/2007 ΓÇó Non-entry for lack of standing in false testimony appeal
6B_566/2007Tribunal fédéral / Division pénale30 sept. 2007Inadmissible
The Federal Supreme Court did not enter into either the subsidiary constitutional complaint or the criminal appeal lodged by X.________ against the Bern cantonal acquittal for false testimony. It held that subsidiary constitutional review was unavailable in criminal matters because the ordinary criminal appeal permits review of federal law, including the Constitution. It further held that the appellant lacked standing under Art. 81 Abs. 1 BGG, since the case did not involve a principal private prosecution or the prosecution right itself, and he was not a victim. Legal aid was denied as the appeal was hopeless, and a reduced court fee of CHF 500 was imposed.
Art. 108, 81 Abs. 1, 95 lit. a, 106 Abs. 2, 64, 65 Abs. 2 and 66 Abs. 1 BGG; admissibility of criminal appeal and subsidiary constitutional complaint; standing of a private complainant in proceedings ending with acquittal. In criminal matters, the ordinary appeal for violation of federal law excludes subsidiary constitutional complaint. Standing under Art. 81 Abs. 1 BGG requires a legally protected interest; it is not satisfied by mere dissatisfaction with an acquittal where neither a principal private prosecution nor the prosecution right as such is at issue and the complainant is not a victim. Constitutional grievances must be specifically reasoned. Manifestly hopeless proceedings justify refusal of legal aid and cost allocation to the appellant, with reduction of the fee according to financial circumstances.
{T 0/2}
6B_566/2007 /rom
Urteil vom 30. September 2007
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Beat Müller-Roulet,
gegen
Generalprokurator des Kantons Bern, Postfach 7475, 3001 Bern.
Gegenstand
Falsches Zeugnis,
Beschwerde in Strafsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 24. April 2007.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Soweit der Beschwerdeführer eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde erhebt, ist darauf im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Im Strafrecht können alle kantonalen Entscheide unter denselben Legitimationsvoraussetzungen mit dem ordentlichen Rechtsmittel der Beschwerde in Strafsachen angefochten werden. Mit diesem Rechtsmittel kann die Verletzung von Bundesrecht - zu welchem auch die Bundesverfassung zu zählen ist - gerügt werden (Art. 95 lit. a BGG). Für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde besteht daher kein Raum (vgl. auch Urteil 6B_38/2007 vom 23. August 2007, E. 3).
2.
Die Beschwerde richtet sich gegen einen Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 24. April 2007, mit welchem drei Personen von der Anschuldigung des falschen Zeugnisses freigesprochen wurden. Die Legitimationsvoraussetzungen zur Beschwerde in Strafsachen ergeben sich aus Art. 81 Abs. 1 BGG. Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde nicht legitimiert, da es vorliegend weder um ein prinzipales Privatstrafklageverfahren - die Staatsanwaltschaft hat auf eine Verfahrensbeteiligung nur verzichtet - noch um das Strafantragsrecht als solches geht und der Beschwerdeführer auch nicht Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes ist. Soweit im Übrigen das rechtliche Gehör als verletzt gerügt wird, genügt die Beschwerde den strengen Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Auf die Beschwerde kann im Verfahren nach Art. 108 BGG deshalb nicht eingetreten werden (vgl. auch Urteil 6B_451/2007 vom 5. September 2007).
3.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren von vornherein aussichtslos waren. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetze Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die subsidiäre Verfassungsbeschwerde und auf die Beschwerde in Strafsachen wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Generalprokurator des Kantons Bern und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. September 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: