Non-entry for failure to pay cost advance in criminal appeal

6B_475/2010Tribunal fédéral / Division pénale20 juil. 2010Inadmissible

Ouvrir la source

Résumé

The Federal Supreme Court did not enter into the criminal complaint because the appellant failed to pay the ordered CHF 2,000 cost advance within the deadline and additional statutory grace period. The court held that, after prior warning, non-payment required non-entry under Art. 108 BGG. It also imposed court costs of CHF 1,000 on the appellant, taking into account the frivolous nature of the proceedings.

Regest

Art. 108 BGG; non-payment of the ordered cost advance despite warning leads to non-entry on the appeal; where the appellant does not comply with the advance-payment order within the fixed and statutory grace periods, the court may decide in summary procedure without examining the merits. Court costs are charged to the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG; vexatious conduct may be reflected in the amount under Art. 65 Abs. 2 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_475/2010

Urteil vom 20. Juli 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteintreten auf eine Strafanzeige (Veruntreuung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 12. April 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Dem Beschwerdeführer, der seit dem Urteil 6B_37/2010 vom 29. März 2010 weiss, dass er vor Bundesgericht einen Kostenvorschuss zu bezahlen hat, so dass seine entsprechenden Ausführungen unbehelflich sind (vgl. act. 10 und 12), wurden mit Verfügungen vom 1. Juni und 21. Juni 2010 eine Frist bis 22. Juni 2010 bzw. die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis 12. Juli 2010 eingeräumt, um einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- einzuzahlen, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Der Kostenvorschuss wurde nicht geleistet. Auf die Beschwerde ist androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die mutwillige Art der Prozessführung ist bei der Gerichtsgebühr zu berücksichtigen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Juli 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Mots-clés

non-entrycost advancecriminal complaintcourt costsfrivolous litigation