Lack of standing to appeal against non-prosecution decision

6B_286/2008Tribunal fédéral / Division pénale16 mai 2008Inadmissible

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Résumé

The Federal Court held that the complainant lacked standing to challenge the cantonal decision not to open criminal proceedings for alleged abuse of authority and breach of official secrecy. He was neither a private prosecutor nor directly harmed in his bodily or psychological integrity, so he was not an injured party within the meaning of the law. The appeal was therefore not entered into. Court costs of CHF 800 were imposed on the appellant.

Regest

Art. 81 BGG; standing to appeal against a non-opening decision in criminal matters: a mere aggrieved person is not entitled to challenge a refusal to institute proceedings unless he is a private prosecutor or is directly affected in his bodily or psychological integrity and thus qualifies as an injured party. Prior cantonal decisions or administrative statements outside the object of the appeal cannot be reviewed in the same proceeding. Where the appeal is inadmissible, court costs are borne by the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_286/2008 /hum

Urteil vom 16. Mai 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, Aabachstrasse 1, 6301 Zug,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichtanhandnahme einer Strafanzeige,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, Justizkommission, vom 18. März 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich primär gegen das Urteil JS 2007 67 der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug vom 18. März 2008 und somit dagegen, dass ein im Zusammenhang mit einem Führerausweisentzug und einem Interneteintrag stehendes Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs und Amtsgeheimnisverletzung nicht an die Hand genommen wurde. Der Beschwerdeführer ist indessen nicht Privatstrafkläger und durch die angeklagten Handlungen auch nicht in seiner körperlichen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt und somit nicht Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes. Folglich ist er als Geschädigter zur Beschwerde gegen das Urteil vom 18. März 2008 nicht legitimiert (Art. 81 BGG; BGG 133 IV 228). Soweit er sich mit früheren "Urteilen/Verfügungen/amtlichen Stellungnahmen", die in seiner Sache ergangen sind, befasst (s. Beschwerde Ziff. 2), können diese nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Mai 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Mots-clés

standingnon-entrycriminal complaintinjured partyofficial secrecyabuse of authoritycourt costs