Criminal appeal inadmissible; costs charged to appellant

6B_135/2011Tribunal fédéral / Division pénale6 juil. 2011Inadmissible

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Résumé

The Federal Supreme Court declined to enter into a criminal appeal against convictions for riot, qualified simple bodily harm, and attempted coercion, as the appellant failed to substantiate any arbitrariness in the findings or any misuse of sentencing discretion. His arguments based on his own injuries and on the sentence of another participant were insufficient. Court costs of CHF 800 were imposed on him.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; requirements for admissibility of a criminal appeal and for challenging factual findings and sentencing discretion. A federal criminal appeal must be reasoned in a manner that specifically and concretely engages with the decisive reasoning of the cantonal judgment. Mere reference to one’s own version of events or to comparative punishment of co-participants does not suffice to establish manifestly incorrect fact-finding, arbitrariness, or an abuse of sentencing discretion. Where the appeal is manifestly insufficiently reasoned, the court may decline to enter into it in summary procedure; costs are charged to the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_135/2011

Urteil vom 6. Juli 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X._________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Raufhandel, qualifizierte einfache Körperverletzung, versuchte Nötigung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, vom 18. Februar 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass er wegen Raufhandels, qualifizierter einfacher Körperverletzung und versuchter Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt wurde.

In Bezug auf den Schuldspruch bringt der Beschwerdeführer vor, er sei damit nicht einverstanden, weil er bis auf die Knochen verletzt worden sei. Mit dem Hinweis auf diese Verletzung, die von der Vorinstanz im Übrigen nicht übersehen wurde (angefochtener Entscheid S. 16), lässt sich indessen weder darlegen, dass die Vorinstanz von einem offensichtlich unrichtigen bzw. willkürlichen Sachverhalt im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. Art. 9 BV ausgegangen wäre, noch lässt sich damit in einer dem Art. 42 Abs. 2 BGG genügenden Weise dartun, dass die rechtliche Würdigung durch die Vorinstanz gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte.

In Bezug auf die Strafzumessung rügt der Beschwerdeführer, dass er mit sechs Monaten Freiheitsentzug bestraft wurde, während ein anderer Beteiligter nur "vier Monate Geldstrafe" erhielt. Die Rüge begründet er nur damit, dass er Opfer sei und der andere Täter. Nach den Ausführungen der Vorinstanz trifft diese Rollenverteilung indessen nicht zu. Folglich vermag der Beschwerdeführer nicht darzutun, dass und inwieweit die Vorinstanz bei der Strafzumessung ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hätte.

Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Juli 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Schneider C. Monn

Mots-clés

inadmissibilitycriminal appealsentencing discretionbodily harmriotcoercioncourt costs