Late federal criminal appeal inadmissible

6B_1004/2010Tribunal fédéral / Division pénale2 déc. 2010Inadmissible

Ouvrir la source

Résumé

The defendant appealed to the Federal Supreme Court against a judgment of the Solothurn Cantonal Court in a traffic-rule case. The appeal was served on 2010-10-26, so the 30-day time limit expired on 2010-11-25. Because the filing was handed to the post office only on 2010-11-26, the court held the appeal to be late and did not enter into it under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Regest

Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; an appeal filed after expiry of the 30-day period is inadmissible and must not be entered into. The time limit begins with service of the complete decision and is met only if the submission is handed over to the postal service no later than the last day of the period. Inadmissibility leads to cost allocation against the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_1004/2010

Urteil vom 2. Dezember 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Verkehrsregelverletzung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 22. September 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Eine Beschwerde ans Bundesgericht muss innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 BGG). Gemäss Empfangsbestätigung wurde der angefochtene Entscheid am 26. Oktober 2010 zugestellt. Die Beschwerde hätte daher, um rechtzeitig zu sein, bis spätestens am 25. November 2010 eingereicht werden müssen. Sie wurde indessen erst am 26. November 2010 der Post übergeben und ist folglich verspätet. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Dezember 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Mots-clés

deadlineinadmissibilitylate filingcriminal appealcourt costs