Non-entry for failure to pay advance; abusive recusal rejected

5D_68/2009Tribunal fédéral / IIe division civile2 juil. 2009Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

In a written constitutional complaint arising from a definitive debt-enforcement opening matter, the Federal Supreme Court held that the complainant had not paid the CHF 300 advance within the non-extendable deadline and had not proven timely payment by debit confirmation. A second reconsideration request was rejected because it contained no new arguments against the prior orders, and the recusal motion against the presidential secretary was held inadmissible as abusive. The complaint was therefore not entered into, and court costs of CHF 200 were imposed on the complainant.

Regeste Omnilex

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG, Art. 117 BGG; non-payment of the advance on costs after warning: mandatory non-entry. If the advance is neither paid in cash nor timely evidenced by debit confirmation within the non-extendable grace period, the appeal is inadmissible. An abusive recusal motion need not be entertained. A second reconsideration request is to be dismissed where it merely repeats prior objections and does not call into question the correctness of the earlier procedural orders; post-expiry supplementation of the appeal remains excluded. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
5D_68/2009

Urteil vom 2. Juli 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Einwohnergemeinde B.________,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung.

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug (Justizkommission, Zivilrechtliche Kammer) vom 27. März 2009.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 27. März 2009 des Obergerichts des Kantons Zug,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer mit (sein erstes Gesuch um Wiedererwägung der abweisenden Armenrechtsverfügung vom 6. Mai 2009 abweisender) Verfügung vom 8. Juni 2009 samt Nachfristansetzung gemäss Art. 62 Abs. 3 BGG unter Androhung des Nichteintretens bei Säumnis aufgefordert worden ist, den (ihm mit der Verfügung vom 6. Mai 2009 auferlegten, jedoch nicht eingegangenen) Kostenvorschuss von Fr. 300.-- innerhalb einer nicht erstreckbaren Nachfrist von 5 Tagen seit der am 15. Juni 2009 erfolgten Zustellung dem Bundesgericht in bar zu zahlen oder zu Gunsten der Bundesgerichtskasse (Postkonto 10-674-3) entweder an einem Schalter der Schweizerischen Post zu übergeben oder (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags an die Post oder an eine Bank) einem in der Schweiz befindlichen Post- bzw. Bankkonto der Beschwerde führenden Partei oder ihres Vertreters zu belasten (Art. 48 Abs. 4 BGG) und ausserdem (bei Erteilung eines Zahlungsauftrags) der Bundesgerichtskasse innerhalb von 10 Tagen seit Ablauf der nicht erstreckbaren Nachfrist eine Bestätigung der Postfinance bzw. der Bank einzureichen, wonach der Vorschussbetrag fristgerecht dem Post- bzw. Bankkonto belastet worden ist,
dass der Beschwerdeführer innerhalb der Nachfrist ein zweites (sinngemässes) Wiederwägungsgesuch (betreffend die Verfügungen vom 6. Mai 2009 und vom 8. Juni 2009) sowie ein Ausstandsbegehren gegen den Präsidialsekretär der II. zivilrechtlichen Abteilung eingereicht hat,
dass auf das missbräuchliche Ausstandsbegehren nicht einzutreten ist (BGE 111 Ia 148 E. 2, 105 Ib 301 E. 1c und d),
dass auch das zweite Wiedererwägungsgesuch abzuweisen ist, weil der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was die Richtigkeit der erwähnten Verfügungen, auf die verwiesen werden kann, in Frage zu stellen vermöchte, zumal nach Ablauf der Beschwerdefrist eine Beschwerdeergänzung ausgeschlossen und auch nicht zu beanstanden ist, dass der Präsidialsekretär gestützt auf Art. 38 Abs. 4 Bundesgerichtsreglement die Verfügung vom 8. Juni 2009 im Auftrag der Abteilungspräsidentin unterzeichnet hat,
dass festzustellen bleibt, dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss auch innerhalb der Nachfrist weder bei der Bundesgerichtskasse in bar geleistet noch zu deren Gunsten an einem Postschalter übergeben und auch nicht den (für den Fall eines Zahlungsauftrags) ihm obliegenden Nachweis der rechtzeitigen Vorschussleistung durch Belastungsbestätigung erbracht hat, weshalb androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 117 BGG i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Verfassungsbeschwerde nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt die Präsidentin:

1.
Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.

2.
Das zweite Wiedererwägungsgesuch wird abgewiesen.

3.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

4.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Juli 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Mots-clés

non-entryadvance on costsreconsiderationrecusalconstitutional complaintcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the recusal request against the presidential secretary was admissible.

Solution extraite

The recusal request was inadmissible because it was abusive.

Motifs extraits

Abusive recusal motions need not be entertained.

Question juridique clé

Whether the second reconsideration request should be granted.

Solution extraite

The second reconsideration request was rejected.

Motifs extraits

The complainant did not raise any arguments calling into question the correctness of the prior orders; moreover, post-deadline supplementation of the appeal was excluded, and the secretary's signature under Art. 38(4) of the Federal Supreme Court Rules was unobjectionable.

Question juridique clé

Whether the constitutional complaint could proceed despite non-payment of the advance on costs.

Solution extraite

The constitutional complaint was not entered into because the advance on costs was not paid or duly evidenced within the deadline.

Motifs extraits

After the warned non-compliance with the non-extendable deadline, Art. 62(3) BGG required non-entry under Art. 117 BGG in conjunction with Art. 108(1)(a) BGG.

Question juridique clé

Who bears the court costs.

Solution extraite

The complainant was ordered to pay court costs of CHF 200.

Motifs extraits

Costs follow the non-entry outcome under Art. 66(1) BGG.

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