Subsidiary constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_24/2010Tribunal fédéral / IIe division civile24 févr. 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against a Schwyz cantonal court order that had declined to entertain a nullity complaint because the required cost advance remained unpaid. It held that, in a monetary matter below the appeal threshold, only the subsidiary constitutional complaint was available, but the appellant failed to allege any constitutional rights or substantiate a constitutional violation. The complaint was therefore inadmissible. The appellant, as the losing party, was ordered to pay CHF 500 in court costs.

Regeste Omnilex

Art. 113 ff., 116, 117 and 106(2) BGG; subsidiary constitutional complaint: admissibility and reasoning requirement. A subsidiary constitutional complaint must expressly invoke constitutional rights and, by reference to the challenged decision, set out in a clear and detailed manner how those rights were violated; a mere disagreement with the cantonal reasoning is insufficient. Where this substantiation is lacking, the Federal Supreme Court does not enter into the complaint under Art. 108(1)(b) BGG in conjunction with Art. 117 BGG. Costs are borne by the losing party under Art. 66(1) BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
5D_24/2010

Urteil vom 24. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staat Y.________, Gemeinde und römisch-katholische Kirchgemeinde Z.________,
Beschwerdegegner,
vertreten durch das Steueramt Z.________.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 30. Dezember 2009 des Kantonsgerichts Schwyz (Kantonsgerichtspräsident als Präsident der 2. Rekurskammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 30. Dezember 2009 des Kantonsgerichts Schwyz, das u.a. auf eine Nichtigkeitsbeschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegner nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen die in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Verfügung des Kantonsgerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Kantonsgericht in der Verfügung vom 30. Dezember 2009 erwog, der u.a. vom Beschwerdeführer geforderte Kostenvorschuss sei (trotz Belehrung über die Säumnisfolgen) unbezahlt geblieben, weshalb u.a. auf die Nichtigkeitsbeschwerde des Beschwerdeführers nicht einzutreten sei, wobei offen bleiben könne, ob ein Nichtigkeitsgrund hinreichend geltend gemacht wäre,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine verfassungsmässigen Rechte anruft,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand der kantonsgerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern die angefochtene Verfügung des Kantonsgerichts vom 30. Dezember 2009 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass die von der A.________ AG erhobene Verfassungsbeschwerde in einem anderen Verfahren behandelt worden ist (5D_25/2010),

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Mots-clés

subsidiary constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementcost advancecourt costsnon-entry

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned and admissible.

Solution extraite

No. The appellant did not invoke any constitutional rights or explain, with reference to the cantonal court's reasoning, how the decision violated such rights.

Motifs extraits

Under Arts. 113 ff., 116, 117 and 106(2) BGG, constitutional complaints must clearly and specifically identify the violated constitutional rights and substantiate the alleged violation; otherwise the court will not enter on the complaint.

Question juridique clé

Who bears the costs of the federal proceedings.

Solution extraite

The losing appellant bears the court costs.

Motifs extraits

Costs follow the outcome under Art. 66(1) BGG.

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