Subsidiary constitutional complaint inadmissible for insufficient reasoning

5D_219/2011Tribunal fédéral / IIe division civile24 nov. 2011Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Court dealt with a subsidiary constitutional complaint against the Zurich Higher Court’s refusal of legal aid for a conciliation proceeding concerning deletion of a debt collection entry. It held that the filing did not satisfy the strict reasoning requirements for constitutional complaints, as the applicant failed to address the cantonal court’s decisive reasons and acted abusively. The complaint was therefore not entered into. Because the complaint had no prospect of success, federal legal aid was refused, and court costs of CHF 300 were imposed on the applicant.

Regeste Omnilex

Art. 116, 117 in conjunction with Art. 106(2) and Art. 108(1)(b) and (c) BGG; subsidiary constitutional complaint admissibility and reasoning requirements. A subsidiary constitutional complaint must, by reference to the reasoning of the cantonal decision, set out clearly and in detail which constitutional rights were violated and why; mere disagreement, repetition of allegations, or new evidence does not suffice. If the complaint manifestly fails to meet these requirements, the Federal Court may decline to enter into the matter in simplified procedure. Legal aid under Art. 64(1) BGG is unavailable where the remedy lacks prospects of success. Under Art. 66(1) BGG, costs are borne by the losing party; abusive filings may be disregarded.

Texte intégral

{T 0/2}
5D_219/2011

Urteil vom 24. November 2011
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege (Löschung einer Betreibung etc.),

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich (I. Zivilkammer) vom 7. November 2011.

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil vom 7. November 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, das eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die erstinstanzliche Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (für ein Schlichtungsverfahren betreffend eine Klage des Beschwerdeführers auf Löschung einer Betreibung über Fr. 4'725.--) wegen Aussichtslosigkeit der Klage abgewiesen hat,
in das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege auch für das bundesgerichtliche Verfahren,

in Erwägung,
dass gegen das in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangene Urteil des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe des Beschwerdeführers als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht erwog, der Beschwerdeführer vermöge mit seinen (als neue Beweismittel ohnehin unzulässigen) Eingaben keine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen glaubhaft zu machen, er setze sich nicht mit den zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen auseinander, wonach die Betreibungsforderung auf einem rechtskräftigen Gerichtsbeschluss (Prozessentschädigung) beruhe und wonach der Beschwerdeführer ausserdem die falsche Partei eingeklagt habe, weshalb seine Klage auch aus diesem Grund aussichtslos und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen sei,
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht rechtsgenüglich auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht anhand dieser Erwägungen nach den gesetzlichen Anforderungen, d.h. klar und detailliert aufzeigt, inwiefern das Urteil des Obergerichts vom 7. November 2011 verfassungswidrig sein soll,
dass der Beschwerdeführer einmal mehr missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7 BGG),
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende und überdies missbräuchliche - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b und c BGG nicht einzutreten ist,
dass dem Beschwerdeführer in Anbetracht der Aussichtslosigkeit der Verfassungsbeschwerde die unentgeltliche Rechtspflege nicht gewährt werden kann (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 24. November 2011
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Hohl

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Mots-clés

legal aidsubsidiary constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementabusive litigationcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible despite the applicant's failure to reason constitutional violations adequately.

Solution extraite

The complaint was inadmissible because it did not engage with the decisive cantonal reasoning in a constitutionally sufficient manner.

Motifs extraits

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be alleged and substantiated clearly and in detail against the reasoning of the cantonal decision; the filing did not meet this standard and was also abusive.

Question juridique clé

Whether the applicant was entitled to legal aid for the federal proceedings.

Solution extraite

Legal aid was denied because the constitutional complaint had no prospect of success.

Motifs extraits

Since the complaint was manifestly insufficiently reasoned and inadmissible, the federal legal-aid request necessarily failed.

Question juridique clé

Who bears the federal court costs.

Solution extraite

The applicant must pay the court costs as the unsuccessful party.

Motifs extraits

Under the general cost rule, the losing party is charged with costs.

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