Federal Court upholds involuntary commitment under Art. 397a ZGB

5A_861/2010Tribunal fédéral / IIe division civile14 déc. 2010Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ challenged his involuntary commitment and continued retention in the Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel. The Federal Court, applying the limited review of facts under the BGG, held that he raised no substantiated factual objections and therefore accepted the cantonal findings of mental illness, inadequate treatment insight, and risk of self- and third-party harm. On that basis, the Court found the commitment under Art. 397a ZGB lawful and dismissed the complaint insofar as admissible. No court costs were imposed.

Regeste Omnilex

Art. 397a Abs. 1 ZGB; Art. 105 Abs. 1, Art. 106 Abs. 2 and Art. 109 BGG; involuntary commitment and federal review of facts. The Federal Court is bound by the cantonal factual findings unless they are challenged with specific, substantiated constitutional objections showing manifest inaccuracy or arbitrariness. Absent such criticism, it will rely on the established findings regarding illness, treatment need, and danger to self or others. Where necessary personal care cannot otherwise be provided, placement in an appropriate institution and continued retention are compatible with Art. 397a ZGB. In a simplified procedure under Art. 109 BGG, an appeal that is manifestly unfounded is dismissed, and costs may be waived.

Texte intégral

{T 0/2}
5A_861/2010

Urteil vom 14. Dezember 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Marazzi, von Werdt,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gesundheitsdienste Basel-Stadt,

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 25. November 2010 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt.

Nach Einsicht:
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen den Entscheid vom 25. November 2010 der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt, die einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen seine am 14. November 2010 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete Einweisung in die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel abgewiesen und die ärztliche Klinikleitung ermächtigt hat, den Beschwerdeführer ohne neuen Entscheid längstens bis zum 18. Januar 2011 in der Klinik zurückzubehalten,

in Erwägung:
dass die Psychiatrie-Rekurskommission - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung des Beschwerdeführers - erwog, der an einer ... leidende, innerhalb eines Jahres bereits zum vierten Mal, zuletzt u.a. wegen ... in die Klinik eingewiesene Beschwerdeführer habe nur eine mangelhafte Behandlungseinsicht und müsse bis zur optimalen medikamentösen Einstellung und bis zur nachhaltigen Stabilisierung stationär behandelt werden, weil er bei sofortiger Entlassung sich selbst (Rückfall, Wiedereinweisung in die Klinik) und andere gefährden würde (erneute Übergriffe auf Drittpersonen),
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine verständlichen Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen der Psychiatrie-Rekurskommission über den Krankheitszustand des Beschwerdeführers, seine Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbst- sowie Fremdgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des von der Psychiatrie-Rekurskommission festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Einweisung des Beschwerdeführers in die Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes des Beschwerdeführers nötige Schutz vor Selbst- und Fremdgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Entscheid der Psychiatrie-Rekurskommission verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, den Gesundheitsdiensten Basel-Stadt, den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel und der Psychiatrie-Rekurskommission Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Dezember 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Mots-clés

involuntary commitmentpsychiatric hospitalizationself-harm riskthird-party dangerfactual reviewarbitrarinessmedical treatmentcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the factual findings of the cantonal commission could be reviewed by the Federal Court despite the appellant's filing.

Solution extraite

The Federal Court accepted the cantonal findings because the appellant raised no understandable objections to the facts and no basis existed for correction ex officio.

Motifs extraits

Under Art. 105(1) and Art. 106(2) BGG, factual findings are binding unless shown to be manifestly incorrect or unlawful; that burden was not met.

Question juridique clé

Whether the involuntary commitment under Art. 397a ZGB was lawful.

Solution extraite

The commitment was lawful because the appellant's condition required inpatient treatment and protection against self- and third-party harm could not otherwise be ensured.

Motifs extraits

On the established facts, necessary personal care could only be provided in an appropriate institution, making the admission and retention compatible with federal law.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged.

Solution extraite

No court costs were imposed.

Motifs extraits

The Court expressly waived the collection of costs.

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