Late appeal in debt collection enforcement proceedings

5A_727/2008Tribunal fédéral / IIe division civile3 nov. 2008Inadmissible

Ouvrir la source

Résumé

The Federal Supreme Court held that the complaint against the cantonal supervisory decision in debt enforcement matters was filed after the 10-day deadline because the complainant received the decision on 25 September 2008 but filed only on 18 October 2008. It therefore did not enter into the complaint. The Court further noted that the filing would also have been inadmissible for lack of reasoning, as it did not engage with the decisive cantonal grounds. Court costs of CHF 300 were imposed on the complainant.

Regest

Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG; Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 106 Abs. 2 BGG; timeliness and reasoning requirements for complaints against cantonal supervisory decisions in debt enforcement matters. A complaint must be filed within 10 days of service of the cantonal decision; expiry of this period leads to non-entry. In addition, the pleading must specifically address the decisive reasoning of the cantonal authority and, where constitutional violations are alleged, substantiate such grievances in a manner compliant with the strict requirement of Art. 106 Abs. 2 BGG. Failure to comply with either requirement renders the remedy inadmissible (consid. 1).

Texte intégral

{T 0/2}
5A_727/2008/bnm

Urteil vom 3. November 2008
II. zivilrechtlichen Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Raselli, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt A.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Pfändungsvollzug.

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 15. September 2008 des Obergerichts des Kantons Aargau (Schuldbetreibungs- und Konkurskommission als oberer betreibungsrechtlicher Aufsichtsbehörde).

Nach Einsicht
in die Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen den Entscheid vom 15. September 2008 des Obergerichts des Kantons Aargau als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen,

in Erwägung,
dass Beschwerden gegen Entscheide der kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen innert 10 Tagen seit Eröffnung des kantonalen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen sind (Art. 100 Abs. 2 lit. a BGG),
dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid des Obergerichts vom 15. September 2008 am 25. September 2008 in Empfang genommen hat,
dass er jedoch (ungeachtet der zutreffenden kantonalen Rechtsmittelbelehrung) seine Beschwerde erst am 18. Oktober 2008 und damit nach Ablauf der 10-tägigen Beschwerdefrist beim Bundesgericht eingereicht hat, weshalb darauf nicht einzutreten ist und der Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass im Übrigen die Beschwerde auch deshalb unzulässig wäre, weil der Beschwerdeführer nicht auf die entscheidenden obergerichtlichen Erwägungen (Unzulässigkeit der ebenfalls verspätet eingereichten kantonalen Beschwerde) eingeht und erst recht nicht anhand dieser Erwägungen darlegt, inwiefern der (allein anfechtbare: Art. 75 Abs. 1 BGG) Entscheid des Obergerichts vom 15. September 2008 rechts- oder verfassungswidrig sein soll (Art. 42 Abs. 2 und 106 Abs. 2 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. November 2008
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Raselli Füllemann

Mots-clés

debt enforcementdeadlineinadmissibilityreasoning requirementcourt costs