Involuntary commitment upheld; appeal dismissed

5A_250/2009Tribunal fédéral / IIe division civile17 avr. 2009Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ appealed to the Federal Supreme Court against the Bern appellate decision confirming his placement in the Universitäre Psychiatrische Dienste under Art. 397a ZGB. The Court held that it was bound by the cantonal findings because the appellant raised no specific factual complaints. On that basis, the commitment remained justified: the lower court had found lack of insight, need for inpatient treatment, and risks of self-harm and harm to others, so less restrictive measures were insufficient. The appeal was dismissed insofar as admissible, and no court costs were imposed.

Regeste Omnilex

Art. 105, 106 Abs. 2 and 109 BGG; Art. 397a ZGB: binding force of factual findings and requirements for challenging them in an appeal against involuntary commitment. The Federal Supreme Court reviews the facts only within the narrow limits of Art. 105 BGG; a constitutional challenge must be specifically and substantively pleaded under Art. 106 Abs. 2 BGG. In the absence of such complaints, the Court relies on the cantonal findings. Where the established facts show mental illness, lack of insight, and a risk of self- or third-party harm, inpatient placement is lawful if the necessary personal care cannot otherwise be provided. The appeal is manifestly unfounded and may be dismissed in simplified procedure under Art. 109 BGG (consid. 1-4).

Texte intégral

{T 0/2}
5A_250/2009

Urteil vom 17. April 2009
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter von Werdt,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Universitäre Psychiatrische Dienste,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72ff. BGG gegen das Urteil vom 1. April 2009 des Obergerichts des Kantons Bern (Kantonale Rekurskommission für fürsor-
gerische Freiheitsentziehungen).

Nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen das Urteil vom 1. April 2009 des Obergerichts des Kantons Bern, das einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen seine am 19. März 2009 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete Einweisung in die Universitären Psychiatrischen Dienste abgewiesen und festgestellt hat, dass die gesetzliche 6-Wochenfrist am 29. April 2009 ablaufe,

in Erwägung,
dass das Obergericht - auf Grund ärztlicher Berichte und nach Anhörung des Beschwerdeführers - erwog, der ... Beschwerdeführer habe keine Krankheitseinsicht und müsse stationär behandelt werden, weil er bei sofortiger Entlassung sich selbst gefährden würde (erneute Eskalation und Notwendigkeit der Rehospitalisierung, latente Suizidgefahr) und (trotz polizeilicher Sicherstellung der beim Beschwerdeführer vorgefundenen drei Langwaffen) auch eine Fremgefährdung nicht auszuschliessen wäre,
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),
dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts über den Krankheitszustand des Beschwerdeführers, seine Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbst- sowie Fremdgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des vom Obergericht festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Einweisung des Beschwerdeführers in die Universitären Psychiatrischen Dienste bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes des Beschwerdeführers nötige Schutz vor Selbst- und Fremdgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des Obergerichts verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. April 2009
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Mots-clés

involuntary commitmentpsychiatric hospitalizationbinding factsconstitutional complaintself-harm riskdanger to otherssimplified procedurecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal could challenge the factual findings without specific constitutional complaints.

Solution extraite

The Federal Supreme Court was bound by the cantonal findings because the appellant raised no admissible challenge to the facts.

Motifs extraits

Under Art. 105 BGG, factual findings are binding unless manifestly incorrect or otherwise unlawful; such a challenge must be specifically pleaded under Art. 106(2) BGG. No factual objections were raised.

Question juridique clé

Whether the involuntary commitment met the requirements of Art. 397a ZGB.

Solution extraite

The commitment was lawful because the appellant's condition required inpatient treatment to prevent self- and third-party harm and no less intrusive means sufficed.

Motifs extraits

Relying on the lower court's findings of illness, lack of insight, suicide risk, and possible danger to others, the Court held that necessary personal care could only be ensured through continued hospitalization in a suitable institution.

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