Involuntary commitment upheld due to self- and third-party danger

5A_115/2010Tribunal fédéral / IIe division civile10 févr. 2010Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the appeal against the cantonal decision confirming the appellant's involuntary psychiatric commitment. It held that no relevant challenge to the factual findings had been made, so it was bound by the cantonal court's assessment of the appellant's illness, treatment needs, and danger to self and others. On that basis, the commitment under Art. 397a para. 1 ZGB remained lawful. No court costs were imposed.

Regeste Omnilex

Art. 105, 106 Abs. 2, 109 BGG; Art. 397a Abs. 1 ZGB: The Federal Supreme Court is bound by the cantonal factual findings unless they are specifically challenged as constitutionally defective and substantiated accordingly. In the absence of admissible factual criticism, the Court may proceed on the basis of the cantonal findings as to illness, treatment need, and danger. An inpatient placement is lawful where the necessary personal care cannot otherwise be provided and the protection of the person concerned and of third parties can only be ensured by hospitalization. In simplified proceedings under Art. 109 BGG, an appeal that is manifestly unfounded is dismissed without costs.

Texte intégral

{T 0/2}
5A_115/2010

Urteil vom 10. Februar 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Herrmann,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Dr. med. Y.________,
Verfahrensbeteiligte.

Gegenstand
Fürsorgerische Freiheitsentziehung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern (Kantonale Rekurskommission für fürsorgerische Freiheitsentziehungen) vom 27. Januar 2010.

Nach Einsicht
in die (gestützt auf Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG erhobene) Beschwerde gegen das Urteil vom 27. Januar 2010 des Obergerichts des Kantons Bern, das einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen seine am 19. Januar 2010 in Anwendung von Art. 397a ZGB angeordnete Einweisung in das Psychiatriezentrum Z.________ abgewiesen und festgestellt hat, dass die gesetzliche 6-Wochenfrist der Massnahme am 1. März 2010 ablaufe,

in Erwägung,
dass das Obergericht - auf Grund ärztlicher Berichte, nach Anhörung des Beschwerdeführers und unter Verweis u.a. auf die ärztliche Verfügung vom 19. Januar 2010 sowie auf eine ärztliche Stellungnahme vom 25. Januar 2010 - erwog, der wegen einer ... eingewiesene, nicht nur an einer ... leidende Beschwerdeführer müsse stationär behandelt werden, weil er bei sofortiger Entlassung die Medikamente nicht mehr einnehmen und innert kurzer Zeit sich selbst sowie andere (Aggressivität, Bedrohung insbesondere der Eltern mit Messer) gefährden würde,
dass das Bundesgericht seinem Beschwerdeentscheid den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zu Grunde zu legen hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, die für den Verfahrensausgang entscheidenden Feststellungen sind offensichtlich unrichtig, d.h. unhaltbar und damit willkürlich nach Art. 9 BV (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder beruhen auf einer anderweitigen Rechtsverletzung (Art. 97 Abs. 1 BGG),
dass die bundesgerichtliche Überprüfung eines verfassungswidrig festgestellten Sachverhalts voraussetzt, dass in der Beschwerdeschrift die Verfassungsverletzung gerügt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen, 133 IV 286 E. 1.4 S. 287f.), d.h. neben der Erheblichkeit der gerügten Tatsachenfeststellungen dargelegt wird, inwiefern diese verfassungswidrig, namentlich unhaltbar sind, weil sie den Tatsachen klar widersprechen, auf einem offenkundigen Versehen beruhen oder sich sachlich nicht vertreten lassen (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252),
dass im vorliegenden Fall der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht keine rechtserheblichen Sachverhaltsrügen erhebt,
dass somit das Bundesgericht von den tatsächlichen Feststellungen des Obergerichts über den Krankheitszustand des Beschwerdeführers, seine Behandlungsbedürftigkeit und die drohende Selbst- sowie Fremdgefährdung auszugehen hat, zumal auch kein Grund besteht, den Sachverhalt von Amtes wegen zu berichtigen oder zu ergänzen (Art. 105 Abs. 2 BGG),
dass auf Grund des vom Obergericht festgestellten Sachverhalts die gestützt auf Art. 397a Abs. 1 ZGB verfügte Einweisung des Beschwerdeführers in das Psychiatriezentrum Z.________ bundesrechtskonform ist,
dass nämlich gemäss dieser Bestimmung eine Person wegen Geisteskrankheit in eine geeignete Anstalt eingewiesen und darin zurückbehalten werden darf, wenn ihr die nötige persönliche Fürsorge nicht anders zuteil werden kann,
dass im vorliegenden Fall der zufolge des Krankheitszustandes des Beschwerdeführers nötige Schutz vor Selbst- und Fremdgefährdung nur durch die angeordnete stationäre Behandlung gewährleistet werden kann,
dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen im Urteil des Obergerichts verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG),
dass sich somit die Beschwerde, soweit sie zulässig ist, als offensichtlich unbegründet erweist,
dass keine Gerichtskosten erhoben werden,
dass das bundesgerichtliche Urteil im Verfahren nach Art. 109 BGG ergeht,
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Verfahrensbeteiligten und dem Obergericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Februar 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Mots-clés

involuntary commitmentpsychiatric hospitalizationself-determinationdanger to self and othersappellate reviewarbitrarinessfactual findingscourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the Federal Supreme Court could review the appellant's factual complaints against the cantonal findings.

Solution extraite

The Court relied on the cantonal findings because the appellant raised no relevant factual objections showing arbitrariness or another constitutional violation.

Motifs extraits

Under Art. 105 BGG, the Court is bound by the facts unless they are manifestly incorrect; an appellant must specifically allege and substantiate a constitutional violation under Art. 106(2) BGG, which did not occur here.

Question juridique clé

Whether the involuntary commitment under Art. 397a para. 1 ZGB was lawful.

Solution extraite

The commitment was compatible with federal law because the appellant's condition required inpatient treatment and protection against self- and third-party harm could only be ensured in a suitable institution.

Motifs extraits

Based on the uncontested findings, the appellant needed personal care that could not otherwise be provided; immediate release would lead to medication non-compliance and a concrete risk of aggression and threats toward others.

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