Inadmissibility of constitutional complaint for insufficient reasoning

4P.19/2007Tribunal fédéral / Ire division civile26 févr. 2007Inadmissible

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Résumé

The complainant challenged the Aargau High Court's refusal of free legal aid in revision proceedings concerning two old labour judgments. The Federal Supreme Court held that the constitutional complaint did not satisfy the duty to state clearly which constitutional rights had been violated and how. Because the submission consisted essentially of general assertions and denials, the court declined to enter into the complaint. It also waived court costs and warned the complainant that similar future filings in this matter would be filed without further action.

Regest

Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; constitutional complaint must specifically indicate the constitutional rights allegedly violated and the manner of the violation. Purely appellatory criticism, blanket allegations or arguments addressing the contested decision only tangentially do not satisfy the substantiation requirement. Where the submission is manifestly deficient, the Federal Supreme Court may refuse to enter under Art. 36a OG; in such circumstances it may also waive costs if a cost order would serve no purpose.

Texte intégral

{T 0/2}
4P.19/2007 /len

Urteil vom 26. Februar 2007
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch,
Bundesrichter Kolly,
Gerichtsschreiberin Weiss.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht,
4. Kammer.

Gegenstand
Art. 29 Abs. 3 BV (Zivilprozess;
unentgeltliche Rechtspflege),

Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid
des Obergerichts des Kantons Aargau
vom 23. Oktober 2006.

Das Bundesgericht hat in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer im August 2006 beim Präsidenten des Arbeitsgerichts Zurzach die Revision zweier Urteile aus den Jahren 1966 und 1967 verlangte und um unentgeltliche Rechtspflege ersuchte;
dass der Präsident des Arbeitsgerichts das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege am 7. September 2006 abwies;
dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Beschwerde einlegte, die das Obergericht des Kantons Aargau am 23. Oktober 2006 hinsichtlich der Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege abwies, weil es das Revisionsgesuch des Beschwerdeführers als aussichtslos erachtete;
dass der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des Obergerichts staatsrechtliche Beschwerde erhoben hat;
dass in einer staatsrechtlichen Beschwerde dargetan werden muss, dass und inwiefern die kantonale Instanz mit dem angefochtenen Entscheid verfassungsmässige Rechte verletzt haben soll (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG);
dass die Eingabe des Beschwerdeführers diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt, weil sich seine Ausführungen in pauschalen Vorwürfen und Bestreitungen erschöpfen, soweit sie nicht ohnehin am angefochtenen Entscheid vorbeigehen;
dass eine Kostenauflage als zwecklos erscheint;
dass es sich rechtfertigt, inskünftig solche Eingaben in dieser Sache ohne weiteres abzulegen;

im Verfahren nach Art. 36a OG erkannt:
1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Der Beschwerdeführer wird darauf hingewiesen, dass inskünftig solche Eingaben in dieser Sache ohne weiteres abgelegt werden.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. Februar 2007
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Mots-clés

constitutional complaintlegal aidhopeless claimsubstantiation requirementinadmissibilitycourt costs