Revision of Federal Supreme Court judgment denied

4F_6/2014Tribunal fédéral / Ire division civile23 juin 2014Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The applicant sought revision of two earlier Federal Supreme Court judgments that had declared her appeals late. She argued that the appeal letters had been deposited in a Swiss Post mailbox on 28 January 2014 and that the postal stamp of 29 January 2014 was due to postal delay. The Court held that revision is available only on the exhaustively listed grounds in Arts. 121-123 BGG. The applicant’s allegation was unsupported by the record and she produced no evidence. The revision request and the related request for fee exemption were denied, and court costs of CHF 500 were charged to her.

Regeste Omnilex

Arts. 121-123 BGG; revision of Federal Supreme Court judgments only on exhaustively listed grounds. A party invoking revision must substantiate the alleged revision ground; where the case file contains no support for the asserted facts and no evidence is submitted or designated, the application fails. A hopeless revision request does not justify exemption from court costs under Art. 64(1) BGG; costs are to be borne by the unsuccessful applicant under Art. 66(1) BGG.

Texte intégral

{T 0/2}

4F_6/2014

Urteil vom 23. Juni 2014

I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichterinnen Hohl, Kiss,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchstellerin,

gegen

Regionalgericht Berner Jura-Seeland,
Gesuchsgegner,

Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer.

Gegenstand
Revision,

Revisionsgesuch gegen die Urteile des Schweizerischen Bundesgerichts 4A_56/2014 und 4A_58/2014 vom 14. März 2014.

In Erwägung,
dass in den Verfahren 4A_56/2014 und 4A_58/2014 auf die Beschwerden der Gesuchstellerin wegen Verspätung nicht eingetreten wurde, wobei in den Entscheidbegründungen festgehalten wurde, die Beschwerdeschriften seien gemäss Poststempel am 29. Januar 2014, um einen Tag verspätet, der Post übergeben worden;
dass die Gesuchstellerin dem Bundesgericht ein vom 2. April 2014 datiertes Schreiben einreichte, in dem sie vorbrachte, sie habe die Beschwerdeschriften am 28. Januar 2014 in einen Briefeinwurf der Schweizerischen Post geworfen, und sich erkundigte, ob sie gegen die Urteile des Bundesgerichts allenfalls Revision einlegen könne;
dass die Gesuchstellerin mit Präsidialbrief vom 8. April 2014 darauf hingewiesen wurde, dass die von ihr gewünschte Rechtsberatung nicht zur Aufgabe des Bundesgerichts gehöre, und sie aufgefordert wurde, bis am 28. April 2014 schriftlich mitzuteilen, ob ihre Eingabe vom 2. April 2014 so zu verstehen sei, dass sie die Eröffnung eines formellen Verfahrens vor dem Bundesgericht wünsche;
dass die Gesuchstellerin mit Antwortschreiben vom 28. April 2014 erklärte, dass sie die Eröffnung eines formellen Verfahrens wünsche;
dass die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts nur aufgrund der in den Art. 121 - 123 BGG abschliessend aufgezählten Gründe verlangt werden kann;
dass die Gesuchstellerin in ihrer Eingabe vom 2. April 2014 behauptete, dass sie die Beschwerdeschriften im gleichen Umschlag am 28. Januar 2014 in einen Briefkasten geworfen habe, die Sendung aber wegen der "in den letzten Jahren stark zurückgegangenen Leistung der Post" erst am nächsten Tag gestempelt worden sei;
dass die Gesuchstellerin damit sinngemäss die Revisionsgründe von Art. 121 lit. d und Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG anruft;
dass beide Revisionsgründe indessen ausser Betracht fallen, weil einerseits den Akten, welche dem Bundesgericht in den Verfahren 4A_56/2014 und 4A_58/2014 vorgelegen haben, keinerlei Hinweise für die Richtigkeit des von der Gesuchstellerin behaupteten Sachverhalts entnommen werden können, und die Gesuchstellerin andererseits keine Beweismittel eingereicht oder bezeichnet hat, welche ihre Behauptung rechtzeitigen Briefeinwurfs stützen würden;
dass das Revisionsgesuch demnach abzuweisen ist;
dass das sinngemäss gestellte Gesuch um Befreiung von den Gerichtskosten wegen Aussichtslosigkeit des Revisionsgesuchs abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);
dass die Gerichtskosten der Gesuchstellerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt das Bundesgericht:

1.

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2.

Das Gesuch um Befreiung von den Gerichtskosten wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. Juni 2014

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Klett

Der Gerichtsschreiber: Huguenin

Mots-clés

revisionlate filingburden of proofcourt costsfee waiverpostal deposit

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the applicant established a ground for revision under Arts. 121-123 BGG based on alleged timely postal deposit of the appeal submissions.

Solution extraite

No revision ground was shown; the alleged facts were unsupported by the record and no evidence was produced.

Motifs extraits

Revision is available only on the exhaustively listed grounds in Arts. 121-123 BGG. The file contained no indication supporting the applicant's version, and she filed no evidence for the alleged timely mailbox deposit.

Question juridique clé

Whether the applicant was entitled to exemption from court costs because the revision request was hopeless.

Solution extraite

No; fee relief was denied because the revision request had no prospects of success.

Motifs extraits

Since the revision application was manifestly without merit, the request for exemption from court costs had to be rejected under Art. 64(1) BGG.

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