Revision request inadmissible for lack of substantiation

4F_13/2011Tribunal fédéral / Ire division civile3 août 2011Dismissed

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Résumé

The applicant sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 9 June 2011. The Court held that his two submissions of 27 June and 11 July 2011 did not meet the formal requirements of a revision request because they failed to identify and substantiate a statutory revision ground with supporting evidence and did not explain how the operative part of the prior judgment should be changed. The request was therefore manifestly inadmissible. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the applicant.

Regest

Art. 42 BGG, Arts. 121-123 BGG; revision request inadmissible for failure to state and substantiate a statutory ground for revision. A revision petition must set out, with reference to evidence, the concrete revision ground and demonstrate in what respect the operative part of the challenged judgment is to be amended. It is insufficient to merely assert the existence of such a ground or to repeat grievances against the prior decision. Where these requirements are not met, the Federal Supreme Court will not enter into the request; costs are borne by the applicant under Art. 66(1) BGG (consid. 2).

Texte intégral

{T 0/2}
4F_13/2011

Urteil vom 3. August 2011
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Kolly, Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft,
vertreten durch die Eidgenössische Finanzverwaltung, Rechtsdienst,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 9. Juni 2011 (4A_296/2011),

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 9. Juni 2011 (4A_296/2011) auf die vom Gesuchsteller gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 28. April 2011 erhobene Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht eintrat;

dass der Gesuchsteller dem Bundesgericht am 27. Juni und 11. Juli 2011 je eine Eingabe einreichte, die er beide als "Revisionsgesuch gemäss Art. 66 Abs. 1 VwVG gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2011" bezeichnete;

dass eine Rechtsschrift gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel enthalten muss und in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt;

dass die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts nur aufgrund der in den Art. 121 - 123 BGG abschliessend aufgeführten Gründen verlangt werden kann;

dass dementsprechend in einem Revisionsgesuch unter Angabe der Beweismittel der Revisionsgrund im Einzelnen darzulegen ist, wobei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen einfach zu behaupten, sondern vielmehr dargetan werden muss, weshalb dieser gegeben und inwiefern gestützt darauf das Urteilsdispositiv abzuändern ist (Urteil 8F_10/2008 vom 11. August 2008);

dass die Eingaben des Gesuchstellers vom 27. Juni und 11. Juli 2011 diesen Anforderungen hinsichtlich Begehren und Begründung nicht genügen, da insbesondere nicht unter Angabe der Beweismittel einer der gesetzlich vorgesehenen Revisionsgründe angerufen und ausgeführt wird, inwiefern gestützt darauf das Dispositiv des Urteils des Bundesgerichts vom 9. Juni 2011 abzuändern wäre;

dass sich das Revisionsgesuch somit als offensichtlich unzulässig erweist;

dass die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. August 2011

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Mots-clés

revisioninadmissibilityformal requirementssubstantiationcourt costs