Complaint inadmissible for insufficient reasoning; legal aid denied

4A_6/2012Tribunal fédéral / Ire division civile17 févr. 2012Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant's filing did not satisfy the reasoning requirements for a federal complaint against the cantonal non-entry decision. He failed to show, with reference to the Obergericht's reasoning, how federal law was violated. His criticism of the first-instance order and his own view on security for party costs was insufficient. The complaint was therefore inadmissible, legal aid was refused as hopeless, court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, and no party compensation was awarded to the respondent.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; appeal reasoning against a cantonal non-entry decision. A federal complaint must, in relation to the challenged reasoning, set out in a substantiated manner which rights were violated; merely repeating the merits or criticizing the first-instance decision is insufficient. Alleged violations of constitutional rights are examined only if expressly invoked and duly reasoned. If these requirements are not met, the court does not enter into the complaint under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Legal aid is denied where the complaint is manifestly hopeless (Art. 64 BGG), and costs are charged to the unsuccessful party (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
4A_6/2012

Urteil vom 17. Februar 2012
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Leemann.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

B.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Felix C. Meier-Dieterle,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Sicherstellung der Parteientschädigung,

Beschwerde gegen die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, vom 22. Dezember 2011.
In Erwägung,
dass A.________ (Beschwerdeführer) mit Entscheid des Kantonsgerichts des Kantons Zug vom 5. Dezember 2011 in dem von ihm angestrengten Zivilprozess wegen Zahlungsunfähigkeit sowie ausstehenden Prozesskosten verpflichtet wurde, für eine allfällige Parteientschädigung von B.________ (Beschwerdegegner) binnen zehn Tagen eine Sicherheit in der Höhe von Fr. 54'000.-- zu leisten;
dass das Obergericht des Kantons Zug auf eine vom Beschwerdeführer gegen den kantonsgerichtlichen Entscheid erhobene Beschwerde wegen offensichtlich nicht hinreichender Rechtsmittelbegründung mit Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2011 nicht eintrat;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht mit Eingabe vom 3. Januar 2012 erklärte, die Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zug vom 22. Dezember 2011 mit Beschwerde anfechten zu wollen und er in einer weiteren Eingabe vom 19. Januar 2012 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass der Beschwerdeführer dem Obergericht des Kantons Zug zwar eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) vorwirft, diese Rüge jedoch offensichtlich nicht hinreichend begründet;
dass der Beschwerdeführer im Übrigen den erstinstanzlichen Entscheid des Kantonsgerichts kritisiert und dem Bundesgericht seine Sicht bezüglich der Voraussetzungen einer Sicherheitsleistung unterbreitet, ohne jedoch aufzuzeigen, inwiefern das Obergericht mit seinem Nichteintretensentscheid Bundesrecht verletzt hätte;
dass die Eingabe des Beschwerdeführers die erwähnten Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf seine Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann;
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege bereits wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 BGG);
dass der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass der Beschwerdegegner keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihm aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

erkennt die Präsidentin:

1.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Februar 2012

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Klett

Der Gerichtsschreiber: Leemann

Mots-clés

inadmissible appealreasoning requirementlegal aidparty costs securitycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal complaint met the reasoning requirements for an appeal against the cantonal non-entry decision.

Solution extraite

No. The submission did not adequately explain which federal rights were violated by the cantonal court and therefore could not be reviewed on the merits.

Motifs extraits

An appeal must, by reference to the challenged decision, show how it violates law; constitutional rights are only examined if expressly raised and substantiated. The appellant merely criticized the first-instance ruling and his own view of the security requirements without attacking the Obergericht's non-entry reasoning.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to free legal aid in the federal proceedings.

Solution extraite

No. Legal aid was refused because the complaint had no prospects of success.

Motifs extraits

Since the appeal was manifestly insufficiently reasoned and therefore inadmissible, it was hopeless within the meaning of the legal aid rules.

Question juridique clé

Court costs and party compensation in the federal proceedings.

Solution extraite

The appellant had to bear the costs, and the respondent received no party compensation because no compensable expense was incurred.

Motifs extraits

Costs follow the unsuccessful outcome; no party costs are awarded absent reimbursable work by the respondent.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.