No entry for insufficiently reasoned eviction appeal

4A_361/2009Tribunal fédéral / Ire division civile9 oct. 2009Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The tenants challenged an eviction judgment concerning a 4-room apartment after the Aargau High Court had dismissed their cantonal appeal. Before the Federal Supreme Court, they merely filed a submission stating that they were appealing the cantonal judgment. The Court held that the filing did not satisfy the statutory reasoning requirements for a federal appeal, because it did not identify the alleged violations of rights or properly raise and substantiate constitutional complaints. The appeal was therefore not entered into, and costs of CHF 500 were imposed on the appellants.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, 106 Abs. 2 und 108 Abs. 1 lit. b BGG; Anforderungen an die Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht. Die Beschwerdeschrift hat unter Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzutun, welche Rechte verletzt sein sollen; pauschale Kritik oder blosse Ankündigung der Anfechtung genügen nicht. Rügen der Verletzung verfassungsmässiger Rechte prüft das Bundesgericht nur bei ausdrücklicher Erhebung und hinreichender Begründung. Wird diese Begründungspflicht offensichtlich verfehlt, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten (consid. 2). Die Kostenfolgen richten sich nach Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
4A_361/2009

Urteil vom 9. Oktober 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

  1. Parteien
    A.________,
  2. B.________,
    Beschwerdeführer,

gegen

Bau- und Immobilien-Gesellschaft X.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Gabriela Tank Weber.

Gegenstand
Mietausweisung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer,
vom 25. Juni 2009.
In Erwägung,
dass der Präsident 2 des Bezirksgerichts Baden mit Urteil vom 26. Februar 2009 feststellte, dass das Mietverhältnis zwischen den Parteien über die 4-Zimmerwohnung im 5. Stock, links, per 30. September 2008 rechtmässig aufgelöst wurde und die Ausweisung zulässig ist, und die Beschwerdeführer verpflichtete, das Mietobjekt spätestens innert zehn Tagen seit Rechtskraft des Entscheides zu räumen und in ordnungsgemässem Zustand zu verlassen;

dass die Beschwerdeführer dieses Urteil beim Obergericht des Kantons Aargau anfochten, das ihre Beschwerde mit Urteil vom 25. Juni 2009 abwies;

dass die Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 30. Juli 2009 datierte Eingabe einreichten, in der sie erklärten, das Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2009 mit Beschwerde anzufechten;

dass das Gesuch der Beschwerdeführer um Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit Präsidialverfügung vom 19. August 2009 abgewiesen wurde;

dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);

dass die Eingabe der Beschwerdeführer vom 30. Juli 2009 diese Begründungsanforderungen offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);

dass die Gerichtskosten den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Zivilgericht, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Oktober 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Mots-clés

appeal admissibilityreasoning requirementconstitutional complaintsevictioncourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal appeal satisfied the reasoning requirements under Art. 42(2) and 106(2) BGG.

Solution extraite

The appeal did not meet the required substantiation standards because it failed to show, with reference to the cantonal judgment, which rights were violated and did not raise and substantiate constitutional complaints.

Motifs extraits

The Federal Supreme Court only reviews alleged constitutional violations if expressly invoked and reasoned. The appellants' submission merely announced the appeal without adequate argumentation.

Question juridique clé

Whether court costs should be imposed on the appellants.

Solution extraite

Court costs were imposed on the appellants.

Motifs extraits

As the appeal was not entered into, the costs had to be borne by the losing appellants under Art. 66(1) BGG.

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