Inadmissibility for insufficient substantiation in labor dispute appeal

4A_273/2008Tribunal fédéral / Ire division civile12 juin 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

An employee challenged a cantonal settlement dismissal in a labor dispute. The Zurich District Court had struck the case off as settled by agreement, the Zurich Obergericht confirmed that result, and the Zurich Kassationsgericht rejected the ensuing cantonal nullity complaint insofar as it entered into it. Before the Federal Supreme Court, the appellant filed a brief that did not comply with the federal substantiation requirements. The Court therefore refused to hear the appeal, denied legal aid because the appeal was hopeless, and waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde ans Bundesgericht. Die rechtsuchende Partei hat in der Beschwerdeschrift unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte durch die Vorinstanz verletzt worden sein sollen; die Rüge der Verletzung von Grundrechten oder kantonalem Verfassungsrecht unterliegt einer qualifizierten Rügepflicht und wird nur bei ausdrücklicher und begründeter Geltendmachung geprüft. Genügt die Eingabe diesen Anforderungen nicht, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Aussichtslosigkeit der Beschwerde schliesst die unentgeltliche Rechtspflege aus. Bei Verzicht auf Gerichtskosten wird das Gesuch um Kostenbefreiung gegenstandslos.

Texte intégral

{T 0/2}
4A_273/2008 /len

Urteil vom 12. Juni 2008
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Corboz, Präsident,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christian Klein.

Gegenstand
Arbeitsvertrag; Anfechtung eines Vergleichs,

Beschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer,
vom 15. Februar 2008 und den Zirkulationsbeschluss
des Kassationsgerichts des Kantons Zürich
vom 28. April 2008.

In Erwägung,
dass das vor dem Bezirksgericht Bülach seit dem 9. Mai 2006 zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin hängige Verfahren mit Beschluss des Bezirksgerichts vom 13. Dezember 2007 als durch Vergleich erledigt abgeschrieben wurde;
dass der Beschwerdeführer diesen Beschluss mit Rekurs beim Obergericht des Kantons Zürich anfocht, das mit Beschluss vom 15. Februar 2008 das Rechtsmittel des Beschwerdeführers abwies und den Beschluss des Bezirksgerichts vom 13. Dezember 2007 bestätigte;
dass der Beschwerdeführer gegen den Entscheid des Obergerichts kantonale Nichtigkeitsbeschwerde einreichte, die vom Kassationsgericht des Kantons Zürich mit Zirkulationsbeschluss vom 28. April 2008 abgewiesen wurde, soweit darauf eingetreten werden konnte;
dass der Beschwerdeführer dem Bundesgericht eine vom 1. Juni 2008 datierte Eingabe einreichte, in der er erklärte, die erwähnten Beschlüsse des Obergerichts und des Kassationsgerichts des Kantons Zürich mit Beschwerde anzufechten;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides oder - im Fall der Anwendbarkeit von Art. 100 Abs. 6 BGG - der beiden angefochtenen Entscheide dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht bzw. die kantonalen Gerichte verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe des Beschwerdeführers vom 1. Juni 2008 diesen Begründungsanforderungen weder hinsichtlich des Entscheides des Obergerichts noch des Entscheides des Kassationsgerichts genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG);
dass unter den gegebenen Umständen auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist (Art. 66 Abs. 1 BGG), womit das Gesuch um Befreiung von diesen Kosten gegenstandslos wird;

erkennt der Präsident:

1.
Das Gesuch um Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird abgewiesen.

2.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, und dem Kassationsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Juni 2008
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Corboz Huguenin

Mots-clés

appeal substantiationinadmissibilitylegal aidcourt costssettlementlabor disputeconstitutional complaints

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal to the Federal Supreme Court was sufficiently substantiated under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG

Solution extraite

No. The submission did not explain, with respect to either cantonal decision, which rights had allegedly been violated and contained no admissible constitutional reasoning.

Motifs extraits

The Federal Supreme Court reviews alleged violations of fundamental rights or cantonal constitutional rights only if specifically raised and substantiated; the appellant's filing failed to meet these requirements.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to appointed counsel at public expense

Solution extraite

No. The request was rejected because the appeal had no prospects of success.

Motifs extraits

Under Art. 64(1) BGG, legal aid requires non-frivolous prospects; since the appeal was inadmissible for lack of reasoning, it was hopeless.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged

Solution extraite

No court costs were imposed in the circumstances, making the exemption request moot.

Motifs extraits

The court exercised discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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