Inadmissibility for insufficiently reasoned federal appeal

4A_252/2009Tribunal fédéral / Ire division civile8 juin 2009Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ AG challenged the Glarus cantonal appellate judgment in a dispute over a successive delivery contract. The Federal Supreme Court held that the filing, labelled as an appeal, did not satisfy the reasoning requirements of Art. 42(2) and 106(2) BGG because it failed to identify the rights allegedly violated or to substantiate any constitutional complaint. The Court therefore did not enter into the case. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde ans Bundesgericht. Das Bundesgericht tritt auf eine Beschwerde nicht ein, wenn die beschwerdeführende Partei sich nicht mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt und nicht darlegt, welche Rechte verletzt sein sollen. Verfassungsrügen werden nicht von Amtes wegen geprüft, sondern nur bei ausdrücklicher und hinreichender Begründung. Eine bloss pauschale oder formelhafte Anfechtung genügt den gesetzlichen Anforderungen nicht (E. 1). Die Kostenfolge richtet sich nach Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
4A_252/2009

Urteil vom 8. Juni 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Huguenin.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ GmbH,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Andrea Degginger.

Gegenstand
Sukzessivlieferungskaufvertrag,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Glarus vom 17. April 2009.

In Erwägung,
dass das Kantonsgericht Glarus mit Urteil vom 8. Juli 2008 die Aberkennungsklage der Beschwerdeführerin abwies und auf deren Widerklage nicht eintrat;
dass das Obergericht des Kantons Glarus die gegen dieses Urteil erhobene Berufung der Beschwerdeführerin mit Urteil vom 17. April 2009 abwies, soweit es auf sie eintrat, und das Urteil des Kantonsgerichts vom 8. Juli 2008 vollumfänglich bestätigte;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht eine vom 22. Mai 2009 datierte Eingabe einreichte, in der sie erklärte, das Urteil des Obergerichts vom 17. April 2009 mit "Berufung" anzufechten;
dass in einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Verfassungsrechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 22. Mai 2009 diese Anforderungen offensichtlich nicht erfüllt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG);
dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Glarus schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Juni 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Huguenin

Mots-clés

inadmissibilityreasoning requirementsfederal appealconstitutional complaintcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the complaint to the Federal Supreme Court was sufficiently reasoned under Art. 42(2) and 106(2) BGG.

Solution extraite

No. The filing did not explain, with reference to the challenged judgment, which rights were violated, and constitutional violations were not specifically and sufficiently alleged.

Motifs extraits

The Court held that it does not review constitutional issues ex officio; such claims must be expressly raised and reasoned. The appellant's submission plainly failed to satisfy these formal requirements.

Question juridique clé

Who bears the court costs of the federal proceedings?

Solution extraite

The appellant bears the costs.

Motifs extraits

Because the complaint was not admitted, the costs were imposed on the unsuccessful appellant pursuant to the cost rule in the BGG.

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