Challenge to fees and standing rejected on appeal

4A_118/2009Tribunal fédéral / Ire division civile8 juin 2009Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court considered an appeal against a Zurich appellate judgment in an agency-fee dispute. The appellant argued lack of standing of the respondent, arbitrariness, and bias of an expert. The Court held that the standing objection was inadmissible because it was raised for the first time in federal proceedings and, in any event, failed on the merits since the company-name change did not affect standing. The arbitrariness and bias complaints were either not exhausted at cantonal level or insufficiently reasoned. The appeal was therefore dismissed insofar as admissible, and the appellant had to bear court costs of CHF 1,000. The request for suspensive effect became moot.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 75 Abs. 1, Art. 99 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG; new allegations, exhaustion of remedies, and pleading requirements in civil appeals. New factual allegations and evidence are inadmissible before the Federal Supreme Court unless caused by the challenged decision. Constitutional complaints, in particular arbitrariness grievances, must be specifically pleaded and, where required, previously exhausted by available cantonal remedies. Mere appellatory criticism of the facts or unsubstantiated assertions does not satisfy the reasoning requirement. A corporate firm-name change does not per se affect active legitimacy where the same legal person remains involved.

Texte intégral

{T 0/2}
4A_118/2009

Urteil vom 8. Juni 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Corboz,
Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Leemann.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

X.Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Peter Bettoni.

Gegenstand
Auftrag; Honorar; Aktivlegitimation,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 29. Januar 2009.

In Erwägung,
dass A.________ (Beschwerdeführerin) mit Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 4. Oktober 2007 verurteilt wurde, der X.Y.________ AG (Beschwerdegegnerin) den Betrag von Fr. 37'377.15 zuzüglich 5 % Zins seit dem 25. Juni 2002 zu bezahlen;
dass das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil und Beschluss vom 29. Januar 2009 die erstinstanzliche Gerichtsgebühr herabsetzte und die gegen den bezirksgerichtlichen Entscheid vom 4. Oktober 2007 erhobene Berufung der Beschwerdeführerin im Übrigen abwies, soweit es auf sie eintrat;
dass die Beschwerdeführerin dem Bundesgericht mit Eingabe vom 6. März 2009 erklärte, den Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 29. Januar 2009 mit Beschwerde in Zivilsachen anfechten zu wollen und dabei die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Abweisung der Forderungsklage beantragte;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des kantonalen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG), wobei eine allfällige Verletzung der bundesrechtlichen Grundrechte oder kantonaler verfassungsmässiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen geprüft wird, sondern nur dann, wenn entsprechende Rügen in der Beschwerdeschrift ausdrücklich erhoben und begründet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden können, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG);
dass der Einwand der Beschwerdeführerin unbeachtlich ist, sie habe den Vertrag mit der "X.Z.________ AG" abgeschlossen und nicht mit der "X.Y.________ AG", weshalb die Beschwerdegegnerin "vorliegendenfalls gar nicht passiv legitimiert" (recte: aktivlegitimiert) sei, da sie diese Tatsachenbehauptung erstmals vor Bundesgericht vorträgt, was nicht zulässig ist (Art. 99 Abs. 1 BGG);
dass der Einwand im Übrigen ohnehin nicht verfangen würde, da die Beschwerdegegnerin gemäss Handelsregisterauszug zunächst als "X.Z.________ AG" firmierte und die spätere Firmenänderung keine Auswirkungen auf die Aktivlegitimation der Beschwerdegegnerin zeitigt;
dass die Rüge der Verletzung des Willkürverbots (Art. 9 BV) zunächst nach § 281 ZPO/ZH mit kantonaler Nichtigkeitsbeschwerde dem Kassationsgericht hätte vorgetragen werden können, weshalb diese Rüge mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs (Art. 75 Abs. 1 BGG) von vornherein ausser Betracht bleiben muss;
dass die Beschwerdeführerin im Übrigen zur Begründung ihrer Willkürrüge lediglich in pauschaler Weise geltend macht, die Vorinstanz habe es sich zu einfach gemacht, "die wohl begründeten Ausführungen meines Rechtsvertreters als unsubstantiiert zu bezeichnen - und das stets wiederkehrend", womit keine Willkür aufgezeigt wird;
dass die Beschwerdeführerin im Weiteren unter Berufung auf das Rechtsmissbrauchsverbot (Art. 2 Abs. 2 ZGB) vorbringt, der beigezogene Experte habe sich aus unerfindlichen Gründen von Anfang an gegen ihre Interessen "eingeschossen", was ihn als befangen erscheinen lasse, jedoch mit keinem Wort auf die Erwägung der Vorinstanz eingeht, wonach die Beschwerdeführerin zunächst keine Einwände gegen den vorgesehenen Experten erhoben habe, weshalb auch ihre nachträgliche Unterstellung, infolge der geografischen Nähe des Experten zur Beschwerdegegnerin sei von dessen Parteilichkeit auszugehen, so haltlos wie unbegründet und verspätet sei;
dass auf dieses Vorbringen mangels hinreichender Begründung (Art. 42 Abs. 2 BGG) nicht einzutreten ist;
dass die Beschwerdeführerin in ihren weiteren Ausführungen lediglich ihre eigene Sicht der tatsächlichen Abläufe darlegt, ohne sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen und dabei appellatorische Kritik am vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt übt oder diesen erweitert, ohne rechtsgenügend darzutun, inwiefern dies nach Art. 105 Abs. 2 BGG zulässig sein soll;
dass aus diesen Gründen die Beschwerde in Anwendung von Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann;
dass das Gesuch um Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird;
dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zuzusprechen ist, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand erwachsen ist;

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Juni 2009
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Leemann

Mots-clés

agency contractstandingnew factsreasoning requirementarbitrarinessexpert biasappeal admissibilitycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the respondent lacked standing because the contract was allegedly concluded with another company name

Solution extraite

The objection was inadmissible because it was raised for the first time before the Federal Supreme Court; in any event, the later company-name change did not affect standing.

Motifs extraits

New factual allegations are barred unless caused by the lower-court decision. The company had first operated under the other name, so the name change did not eliminate standing.

Question juridique clé

Whether the appellant's complaint sufficiently substantiated alleged arbitrariness and bias of the expert

Solution extraite

The complaint was insufficiently reasoned and therefore could not be examined.

Motifs extraits

The appellant did not address the cantonal court's reasoning and relied on general assertions only; the bias argument was also untimely and unsupported.

Question juridique clé

Whether the appeal could challenge the factual findings and invoke constitutional rights without exhausting cantonal remedies

Solution extraite

Such review was unavailable because the arbitrariness argument should have been raised first by cantonal nullity complaint, and the appellant merely advanced appellate criticism of the facts.

Motifs extraits

Constitutional or arbitrariness complaints require proper exhaustion and specific reasoning; mere disagreement with the factual assessment is insufficient.

Question juridique clé

Whether the appeal against the Zurich judgment should be allowed

Solution extraite

The appeal was dismissed insofar as it was admissible.

Motifs extraits

The reasons advanced were either inadmissible or inadequately reasoned, so the appeal could not succeed under the summary procedure.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.