Revision of Federal Supreme Court judgment denied

2F_3/2007Tribunal fédéral / IIe division de droit public11 avr. 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the applicant’s request for revision of its earlier judgment concerning the withdrawal of his licence to practise medicine independently. It held that he failed to demonstrate any statutory ground for revision: no ECHR violation had been established by the European Court of Human Rights, and the alleged grounds under the Federal Supreme Court Act were not properly substantiated. The Court also refused free legal aid, did not separately address the request for superprovisional relief, and imposed court costs of CHF 1,000 on the applicant.

Regeste Omnilex

Art. 61, 121 ff., 122 lit. a, 123, 127, 64 Abs. 1 und 66 Abs. 1 BGG; Revision eines bundesgerichtlichen Urteils: Rechtskraft mit der Ausfällung; eine Änderung ist nur bei gesetzlich vorgesehenen Revisionsgründen zulässig. Die Berufung auf eine EMRK-Verletzung nach Art. 122 lit. a BGG setzt voraus, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte eine solche Verletzung festgestellt hat. Allgemeine Kritik an Behördenverhalten oder an früheren Entscheiden genügt nicht; Revisionsgründe sind rechtsgenüglich darzutun. Ein offensichtlich unbegründetes oder unzulässiges Revisionsgesuch kann ohne Schriftenwechsel erledigt werden. Mangels Erfolgsaussichten entfällt die unentgeltliche Rechtspflege, und die Kosten sind der gesuchstellenden Partei aufzuerlegen.

Texte intégral

{T 0/2}
2F_3/2007 /leb

Urteil vom 11. April 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Hungerbühler, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Wurzburger,
Bundesrichterin Yersin,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, Obstgartenstrasse 19/21, 8090 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich,
3. Kammer, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Revision des Bundesgerichtsurteils 2P.231/2006
vom 10. Januar 2007 (Entzug der Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Arzt).

Das Bundesgericht hat nach Einsicht:
in das Urteil des Bundesgerichts 2P.231/2006 vom 10. Januar 2007, mit welchem eine staatsrechtliche Beschwerde von X.________ gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 13. Juli 2006 betreffend Entzug der Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als Arzt abgewiesen wurde, soweit darauf einzutreten war;
in die an das Bundesgericht adressierte Eingabe von X.________ vom 2. April 2007 ("REVISION/NATIONAL WIRKSAME BESCHWERDE"), mit welcher dieser unter anderem die superprovisorische Gestattung der weiteren Ausübung der selbständigen ärztlichen Tätigkeit, die unentgeltliche Prozessführung, kostendeckenden Schadenersatz und angemessene Genugtuung, die Feststellung von Rechtsverzögerung und Rechtsverletzungen sowie den Ausstand diverser Behördenmitglieder verlangt;

in Erwägung,
dass sich eine formelle Behandlung des gegen einzelne Mitglieder des Bundesgerichts gestellten Ausstandsgesuches erübrigt, da der heutige Entscheid in anderer Besetzung gefällt wird;
dass die Urteile des Bundesgerichts mit ihrer Ausfällung in Rechtskraft erwachsen (Art. 61 BGG);
dass die Aufhebung oder Abänderung rechtskräftiger Bundesgerichtsurteile nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist;
dass der auf S. 15 der vorliegenden Eingabe angerufene Revisionsgrund der Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention voraussetzt, dass eine solche Verletzung durch ein Urteil des Europäischen Gerichteshofes für Menschenrechte festgestellt worden ist (Art. 122 lit. a BGG), was vorliegend nicht zutrifft;
dass das Vorliegen von Revisionsgründen gemäss Art. 123 BGG auf S. 15 der Eingabe zwar kurz behauptet, aber nicht in rechtsgenüglicher Weise dargetan wird;

dass sich die Vorbringen des Gesuchstellers im Übrigen in allgemeiner Kritik am Verhalten der Behörden und an bisher ergangenen Entscheiden erschöpfen, worauf - sowenig wie auf die ausserhalb des möglichen Verfahrensgegenstandes liegenden Anträge - nicht einzutreten ist;
dass das vorliegende Revisionsgesuch sich damit als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist und ohne Schriftenwechsel zu erledigen ist (Art. 127 BGG);
dass sich eine gesonderte Behandlung des Gesuches um Erlass einer superprovisorischen Verfügung erübrigt;
dass dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung mangels Erfolgsaussicht der gestellten Begehren nicht entsprochen werden kann (vgl. Art. 64 Abs. 1 BGG) und die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens daher dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkannt:
1.
Das Revisionsgesuch vom 2. April 2007 wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.- wird dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Gesundheitsdirektion und dem Verwaltungsgericht (3. Kammer) des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 11. April 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

revisioninadmissibilitylegal aidcourt costsmedical licencefinalitysuperprovisional relief

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the request for revision of the Federal Supreme Court judgment was admissible and substantiated under the Federal Supreme Court Act.

Solution extraite

The request failed because no cognizable ground for revision was shown; the invocation of an ECHR violation required a finding by the European Court of Human Rights, which was absent, and the remaining assertions were insufficiently substantiated.

Motifs extraits

Federal Supreme Court judgments become final upon issuance. They may be altered only for statutory revision grounds. The applicant did not establish a ground under Art. 122 lit. a BGG or Art. 123 BGG, and general criticism of authorities and previous decisions is not a revision ground.

Question juridique clé

Whether the request for superprovisional relief should be dealt with separately.

Solution extraite

A separate treatment was unnecessary because the revision request was manifestly unfounded and inadmissible.

Motifs extraits

Once the main filing could be disposed of without exchange of submissions, the interim request had no independent practical role.

Question juridique clé

Whether the applicant was entitled to free legal aid.

Solution extraite

Free legal aid was denied because the claims had no prospect of success.

Motifs extraits

Under the statutory requirement of sufficient prospects of success, an evidently unmeritorious revision request does not justify legal aid.

Question juridique clé

Who bears the costs of the federal proceedings.

Solution extraite

The applicant was ordered to pay the court fee.

Motifs extraits

Because the request was unsuccessful, procedural costs were imposed on the applicant.

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