Revision of dismissal in international tax assistance

2F_11/2013Tribunal fédéral / IIe division de droit public6 juin 2013Dismissed

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Résumé

The Federal Supreme Court treated the applicant’s filing, labeled as a request for reconsideration, as a possible revision request against its non-entry judgment in an international tax assistance case. It held that no reconsideration is available against Federal Supreme Court judgments, no clarification or correction ground existed, and no revision ground under Art. 121 lit. d BGG was shown. In particular, the Court had not overlooked that the applicant had been admitted as a party before the Federal Administrative Court; rather, it had expressly considered that his standing as a merely economically entitled person was doubtful and had not been substantiated under Art. 42(2) BGG. The request was dismissed insofar as admissible, and costs of CHF 1,000 were imposed on the applicant.

Regest

Art. 61 BGG, Art. 121 lit. d BGG; revision of a Federal Supreme Court non-entry judgment based on alleged overlooked facts. Against judgments of the Federal Supreme Court no ordinary remedy lies; reconsideration is excluded, and a filing can only be examined as a revision request if it invokes a statutory ground. A revision ground under Art. 121 lit. d BGG requires that the Court actually failed by oversight to consider a relevant fact contained in the file. Where the Court has expressly addressed the determinative issue of standing and merely reached an adverse assessment, no inadvertent omission exists. The fact that a party had been admitted below does not, by itself, establish a revision ground if the Supreme Court considered the standing issue and required substantiation under Art. 42(2) BGG.

Texte intégral

{T 0/2}

2F_11/2013

Urteil vom 6. Juni 2013

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Donzallaz,
Bundesrichter Kneubühler,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Mühlestein,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen,
Amtshilfe USA,
Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I.

Gegenstand
Internationale Amtshilfe in Steuersachen,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_398/2013 vom 13. Mai 2013.

Nach Einsicht
in das Urteil des Bundesgerichts 2C_398/2013 vom 13. Mai 2013, welches auf eine Beschwerde von X.________ gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. April 2013 betreffend die Schlussverfügung der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 13. November 2012 über die Gewährung von Amtshilfe an den Internal Revenue Service der Vereinigten Staaten nicht eingetreten ist,
in die als Wiedererwägungsgesuch bezeichnete Eingabe von X.________ vom 3. Juni 2013 mit dem Antrag, das Urteil 2C_398/2013 sei wegen offensichtlichen Versehens in Wiedererwägung zu ziehen,

in Erwägung,
dass gegen Entscheide des Bundesgerichts kein ordentliches Rechtsmittel ergriffen werden kann, vielmehr diese am Tage ihrer Ausfällung in Rechtskraft erwachsen (Art. 61 BGG),
dass namentlich eine Wiederwägung ausgeschlossen ist und vorliegend auch kein Erläuterungs- oder Berichtigungstatbestand (vgl. Art. 129 BGG) vorliegt,
dass die Eingabe höchstens als Revisionsgesuch entgegengenommen werden kann, wobei sich die Vorbringen des Gesuchstellers allenfalls unter den Revisionsgrund von Art. 121 lit. d BGG subsumieren lassen, wonach die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden kann, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat,
dass es sich beim angefochtenen bundesgerichtlichen Urteil um einen Nichteintretensentscheid handelt und der Revisionsgrund sich auf den vom Bundesgericht festgestellten Nichteintretensgrund der fehlenden Beschwerdelegitimation beziehen muss,
dass das Bundesgericht die Beschwerdelegitimation des Gesuchstellers als bloss wirtschaftlich Berechtigter aufgrund der Rechtsprechung in Angelegenheiten der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sowie der internationalen Amtshilfe in Börsenangelegenheiten als fraglich und keineswegs als evident erachtete, weshalb der Gesuchsteller nach Art. 42 Abs. 2 BGG verpflichtet gewesen wäre, seine Legitimation darzutun, wobei es feststellte, dass er dies - auch nicht mit seinem Verweis auf den ohnehin nicht anwendbaren Art. 48 VwVG - nicht getan habe,
dass das Bundesgericht dabei namentlich den Umstand nicht übersehen hat, dass der Gesuchsteller bis und mit vor Bundesverwaltungsgericht als Verfahrenspartei zugelassen worden war, und ihm mithin kein Versehen unterlaufen ist,
dass mithin offensichtlich kein Revisionsgrund vorliegt,
dass das Gesuch, soweit es als Revisionsgesuch zulässig ist, ohne Schriftenwechsel (vgl. Art. 127 BGG e contrario) abzuweisen ist,
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) entsprechend dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Eidgenössischen Steuerverwaltung, Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen, und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. Juni 2013
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Mots-clés

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