Revision against non-entry judgments dismissed

2F_1/2011Tribunal fédéral / IIe division de droit public25 janv. 2011Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court joined two revision proceedings brought by the same applicant against two earlier non-entry judgments concerning his studies at the University of Zurich. It held that the applicant relied on Art. 121 lit. c and d BGG but failed to specify which claim had allegedly remained unadjudicated or which decisive fact had been overlooked, particularly in relation to the non-entry grounds. The revision request was therefore dismissed insofar as admissible, and the applicant was ordered to pay CHF 800 in court costs.

Regeste Omnilex

Art. 121 lit. c and d BGG; revision of a Federal Supreme Court non-entry judgment. Revision presupposes that the applicant alleges and substantiates, with concrete reference to the decisive reasoning of the challenged judgment, either an omitted claim or the inadvertent non-consideration of an important fact contained in the record. Where the attacked decision is a non-entry judgment, the alleged ground must relate to the reasons for non-entry itself; a mere reargument on the merits or general reference to earlier submissions is insufficient. If the statutory ground is not pleaded with the required specificity, the request is dismissed without exchange of pleadings (consid. 2.2-2.4).

Texte intégral

{T 0/2}
2F_1/2011
2F_2/2011

Urteil vom 25. Januar 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichter Karlen, Donzallaz,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Universität Zürich, Rechtswissenschaftliche Fakultät,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer,

Gegenstand
Universitätsstudium; Prüfungen, Ausschluss vom Studium,

Revisionsgesuch gegen die Urteile des Schweizerischen Bundesgerichts 2D_54/2010 und 2D_68/2010 vom 11. Dezember 2010.

Erwägungen:

1.
Mit Urteilen 2D_54/2010 und 2D_68/2010 vom 11. Dezember 2010 trat das Bundesgericht auf zwei subsidiäre Verfassungsbeschwerden von X.________ betreffend den Verlauf seines Studiums an der Universität Zürich, dort absolvierte Prüfungen sowie den Ausschluss vom Studium nicht ein. Gegen diese beiden Urteile hat X.________ am 11. Januar 2011 (Datum der Rechtsschrift 9. Januar 2011) ein Revisionsgesuch eingereicht.

2.
2.1 Das in einer Rechtsschrift redigierte Revisionsgesuch richtet sich gegen zwei Urteile, welche dieselben Verfahrensbeteiligten betreffen. Es ist darüber in einem Urteil zu befinden.

2.2 Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (Art. 61 BGG). Sie können mit keinem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden, welches auf eine Überprüfung der Rechtsanwendung (in materiell- oder verfahrensrechtlicher Hinsicht) durch das Bundesgericht abzielt. Sie sind hingegen der Revision zugänglich. Voraussetzung ist, dass einer der gesetzlichen Revisionsgründe vorliegt und geltend gemacht wird; dabei ist in der Gesuchsbegründung konkret aufzuzeigen, inwiefern mit dem bemängelten Urteil ein solcher gesetzt worden sein soll (s. Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Der geltend gemachte Revisionsgrund muss im Zusammenhang mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen stehen. Richtet sich das Revisionsgesuch gegen einen Nichteintretensentscheid, ist aufzuzeigen, inwiefern ein die Nichteintretensgründe beschlagender Revisionsgrund vorliegt.

2.3 Der Gesuchsteller macht die Revisionsgründe von Art. 121 lit. c und d BGG geltend und ersucht darum, "allenfalls unbeurteilt gebliebene Tatsachen zu beurteilen und allfällige in den Akten liegende erhebliche Tatsachen, die aus Versehen nicht berücksichtigt wurden, zu berücksichtigen". Was das Herbstsemester 2008 (Verfahren 2D_54/2010) betrifft, verweist er auf Punkt 6.5 seiner Beschwerdeschrift vom 10. Oktober 2010, was das Herbstsemester 2009 (Verfahren 2D_68/2010) betrifft, auf Punkte 3.2 und 3.3 seiner Beschwerdeschrift vom 25. November 2010, je ohne inhaltlich auf die entsprechenden Ausführungen einzugehen.

Gemäss Art. 121 BGG kann die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts beantragt werden, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind (lit. c) oder wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat (lit. d).

Beide Nichteintretensurteile vom 11. Dezember 2010 beruhen auf der Anwendung von Art. 42 Abs. 2 BGG; die auf eine materielle Überprüfung der verwaltungsgerichtlichen Entscheide abzielenden Anträge des Gesuchstellers wurden nicht beurteilt, weil das Bundesgericht bei der Würdigung seiner Vorbringen zur Auffassung gelangte, diese genügten insgesamt nicht, um die Verfassungswidrigkeit der Entscheide vom 22. September und 17. November 2010 darzutun. Welche in den Akten liegenden erheblichen wesentlichen Tatsachen (z.B. die in den vom Gesuchsteller spezifisch erwähnten Textstellen seiner seinerzeitigen Rechtsschriften) es dabei übersehen habe, und inwiefern Anträge unbeurteilt geblieben seien, die bei den prozessualen Gegebenheiten zu beurteilen gewesen wären, wird vom Gesuchsteller nicht konkretisiert und bleibt unerfindlich.

2.4 Soweit auf das Revisionsgesuch überhaupt einzutreten ist, ist es ohne Schriftenwechsel abzuweisen (vgl. Art. 127 BGG).

Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 erster Satz BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verfahren 2F_1/2011 und 2F_2/2011 werden vereinigt.

2.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Universität Zürich, Rechtswissenschaftliche Fakultät, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. Januar 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Mots-clés

revisionnon-entry judgmentomitted claimoverlooked factadmissibilitycourt costsuniversity examinationslegal pleading specificity

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the two revision proceedings should be joined

Solution extraite

The two proceedings were joined because they concerned the same parties and were contained in one pleading.

Motifs extraits

A single written request attacking two judgments involving the same procedural participants may be decided in one judgment.

Question juridique clé

Whether the revision request met the requirements of Art. 121 lit. c and d BGG

Solution extraite

The request was dismissed insofar as it was admissible, because the applicant did not concretely show any omitted claim or overlooked material fact relevant to the non-entry judgments.

Motifs extraits

Revision requires a statutory ground and a concrete link to the reasoning of the challenged decision. For non-entry judgments, the applicant had to demonstrate a ground affecting the reasons for non-entry. His references to earlier submissions were not sufficiently specific.

Question juridique clé

Court costs

Solution extraite

Court costs were imposed on the applicant in the amount of CHF 800.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings under the Federal Supreme Court Act.

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