Non-entry on subsidiary constitutional complaint in procurement case

2D_38/2009Tribunal fédéral / IIe division de droit public5 juin 2009Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with a subsidiary constitutional complaint in a procurement dispute about windows for a retirement-home project. It held that the appellant had not set out any sufficiently reasoned violation of constitutional rights, so the complaint did not meet the admissibility requirements under the BGG. The court therefore declined to enter into the merits in simplified proceedings. The request for suspensive effect became moot. Court costs of CHF 1,000 were charged to the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 116, 106 Abs. 2 and 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint in procurement matters: where an ordinary appeal is excluded under Art. 83 lit. f BGG, the subsidiairity of the constitutional complaint remains governed by the strict reasoning requirements. The complainant must expressly invoke constitutionally protected rights and demonstrate, in a reasoned manner, how the challenged decision violates them. Mere criticism of the cantonal judgment is insufficient; absent a proper constitutional grievance, the court will not enter into the complaint in summary proceedings under Art. 108 BGG (consid. 2).

Texte intégral

{T 0/2}
2D_38/2009

Urteil vom 5. Juni 2009
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________ Stiftung,
vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Schneider Heusi,
Z.________ AG.

Gegenstand
Submission,

Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
vom 27. April 2009.

Nach Einsicht
in das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden vom 27. April 2009 betreffend Submission (Sanierung und Erweiterung Alterssiedlung R.________, Fenster),
in die dagegen erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde der X.________ AG vom 27./28. Mai 2009,

in Erwägung,
dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet der öffentlichen Beschaffungen unzulässig ist, wenn der geschätzte Wert des zu vergebenden Auftrags den massgeblichen Schwellenwert nicht erreicht und wenn sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 83 lit. f BGG),
dass in der Beschwerdebegründung auszuführen ist, warum die Voraussetzung des Vorliegens einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung erfüllt sei (Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG),
dass die Beschwerdeführerin dies nicht tut, vielmehr bewusst subsidiäre Verfassungsbeschwerde erhebt, weshalb die Beschwerde als solche entgegenzunehmen ist,
dass mit der Verfassungsbeschwerde bloss die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG), wobei das Bundesgericht die Verletzung solcher Rechte nur insofern prüft, als eine entsprechende Rüge in der Beschwerde vorgebracht und begründet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG),
dass die Beschwerdeführerin das angefochtene Urteil in verschiedener Hinsicht bemängelt, ohne aber aufzuzeigen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern es sie verletze,
dass die Beschwerde mithin offensichtlich keine hinreichende Beschwerdebegründung enthält (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), weshalb darauf im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten ist,
dass das Gesuch um aufschiebende Wirkung mit dem vorliegenden Endurteil gegenstandslos wird,
dass die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Verfahrensausgang entsprechend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Y.________ Stiftung, der Z.________ AG sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. Juni 2009
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Mots-clés

public procurementconstitutional complaintadmissibilityreasoning requirementsnon-entrycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible despite the lack of a substantiated constitutional-rights grievance.

Solution extraite

No. The complaint contained no sufficient reasoning identifying any constitutional rights and explaining their violation.

Motifs extraits

A constitutional complaint may only allege violations of constitutional rights, and such violations are reviewed only if specifically invoked and reasoned. The appellant merely criticized the cantonal judgment in general terms.

Question juridique clé

Allocation of court costs.

Solution extraite

The court costs were imposed on the appellant in accordance with the outcome.

Motifs extraits

Costs follow the result of the proceedings.

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