Non-entry for inadequate appeal against dismissal order

2C_838/2009Tribunal fédéral / IIe division de droit public22 déc. 2009Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X. sought exemption from military replacement tax from 2007, but the Zurich tax appeals commission struck his complaint as withdrawn after finding that he had not intended to appeal. He then brought the matter to the Federal Supreme Court, yet his filing addressed only the substantive exemption issue and did not challenge the procedural reason for the dismissal. The Court held that the appeal lacked a case-related reasoning and, in simplified proceedings, did not enter into it. Court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 42 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; when a procedural decision such as a dismissal or non-entry order is challenged, the appeal must specifically engage with the decisive procedural ground on which the lower authority relied. A submission that addresses only the substantive merits but not the procedural reason for the contested order is manifestly insufficiently reasoned and leads to non-entry in simplified proceedings. Costs follow the outcome under Art. 65 and Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_838/2009

Urteil vom 22. Dezember 2009
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Wehrpflichtersatzverwaltung des Kantons Zürich.

Gegenstand
Wehrpflichtersatz (Befreiung ab 2007),

Beschwerde gegen die Verfügung der Steuerrekurskommission II des Kantons Zürich vom 6. November 2009.

Erwägungen:

1.
Die Wehrpflichtersatzverwaltung des Kantons Zürich lehnte ein Begehren von X.________ um Befreiung vom Wehrpflichtersatz ab 2007 ab. Er gelangte mit Schreiben vom 20. Oktober 2009 an die Steuerrekurskommission II des Kantons Zürich. Mit Einzelrichterverfügung ihres Präsidenten vom 6. November 2009 schrieb diese die Beschwerde ab. Zur Begründung wurde festgestellt, dass X.________ mündlich und anschliessend mit schriftlicher Bestätigung erklärt habe, dass er keine Beschwerde habe erheben wollen, womit das Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden sei. X.________ gelangte hierauf mit vom 8. Dezember 2009 datiertem, als Rekurs gegen die Wehrpflichtersatzabgabe betiteltem Schreiben an die Steuerrekurskommission. Auf Anfrage hin bestätigte er der Kanzlei der Rekurskommission, dass er das Verfahren ans Bundesgericht weiterziehen wolle. Die Kanzlei der Rekurskommission leitete die Sache am 18. Dezember 2009 ans Bundesgericht weiter, wo gestützt auf das Schreiben vom 8. Dezember 2009 ein Verfahren eröffnet worden ist.

2.
Gemäss Art. 42 BGG haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten (Abs. 1). Dabei ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Abs. 2). Die Begründung muss sachbezogen sein, d.h. sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids, die für dessen Ergebnis ausschlaggebend sind, auseinandersetzen. Wird ein rein prozessualer Entscheid, wie ein Nichteintretensentscheid oder - wie vorliegend - eine Abschreibungsverfügung angefochten, hat sich die Beschwerdebegründung auf den von der Vorinstanz herangezogenen Nichteintretens- bzw. Abschreibungsgrund zu beziehen, ansonsten wegen offensichtlichen Fehlens einer hinreichen-den Begründung (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) auf die Beschwerde nicht eingetreten wird.

In seinem Schreiben, das er als Beschwerde verstanden wissen will, beantragt der Beschwerdeführer, von der Wehrpflichtersatzabgabe befreit zu werden. Auch die Beschwerdebegründung betrifft allein die materiellrechtliche Frage der Befreiung vom Wehrpflichtersatz. Mit keinem Wort geht der Beschwerdeführer auf den Grund ein, den die Vorinstanz zum Anlass für ihre Abschreibungsverfügung nahm, nämlich auf die Feststellung, dass er mit seinem Schreiben vom 20. Oktober 2009 keine Beschwerde habe erheben wollen. Es fehlt mithin an einer sachbezogenen Begründung, und auf die Beschwerde ist, ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen, im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, der Steuerrekurskommission II des Kantons Zürich und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Dezember 2009

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Mots-clés

tax replacementnon-entryinsufficient reasoningprocedural dismissalcosts

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal appeal met the reasoning requirement against a procedural dismissal order.

Solution extraite

No. The appeal did not engage with the decisive ground of the cantonal dismissal order and therefore lacked a sufficient case-related reasoning.

Motifs extraits

Under Art. 42 BGG, an appeal must explain in a concise manner how the challenged act violates law. When a purely procedural decision is attacked, the reasoning must address the procedural ground relied on below. Here the appellant argued only the substantive exemption issue and ignored the finding that he had not wanted to file a complaint.

Question juridique clé

Court costs

Solution extraite

Costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings.

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