Non-entry due to defective appeal filing

2C_754/2012Tribunal fédéral / IIe division de droit public5 sept. 2012Inadmissible

Ouvrir la source

Résumé

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s complaint against the Thurgau tax authority concerning 2010 state and municipal taxes. The filing had been unsigned, and the court administration granted a cure period requiring a signed submission and the challenged decision. Although the notice could not be delivered because of a postal retention order, it was deemed validly served after seven days. As the appellant did not remedy the defect, the president decided in summary procedure not to enter into the appeal. Court costs of CHF 200 were charged to the appellant; no party compensation was awarded.

Regest

Art. 44 Abs. 2, Art. 108, Art. 66 BGG; formally defective appeal and deemed service of cure notice. A party who, despite a court-imposed cure deadline, fails to remedy an unsigned filing and to submit the challenged decision cannot avoid the consequence of non-entry. If the addressee must expect further procedural communications, a notice that cannot be delivered because of a postal retention order is deemed served after seven days. Non-entry may be pronounced by the president in summary procedure; the unsuccessful appellant bears the federal court costs, while no party compensation is due.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_754/2012

Urteil vom 5. September 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Thurgau.

Gegenstand
Staats- und Gemeindesteuern 2010; unentgeltliche Prozessführung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 4. Juli 2012.

Nach Einsicht
in die nicht unterzeichnete Beschwerdeschrift von X.________ vom 8. August 2012 gegen einen Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau,
in das Schreiben der Bundesgerichtskanzlei vom 10. August 2012, worin X.________ aufgefordert worden ist, seine Rechtsschrift bis zum 27. August 2012 zu verbessern (Unterschrift und Einreichung des angefochtenen Entscheids), andernfalls seine Eingabe unbeachtet bliebe,

in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer der Aufforderung zur Verbesserung seiner Eingabe nicht nachgekommen ist,
dass ihm das entsprechende Schreiben der Bundesgerichtskanzlei wegen eines Rückbehaltungsauftrags bei der Post nicht zugestellt werden konnte,
dass dieses jedoch sieben Tage nach dem Zugang bei der Post als rechtsgültig zugestellt zu gelten hat, da der Beschwerdeführer mit weiteren Instruktionsmassnahmen rechnen musste (vgl. Art. 44 Abs. 2 BGG; BGE 134 V 49 ff.),
dass demnach androhungsgemäss auf seine Eingabe nicht einzutreten ist, was im Verfahren nach Art. 108 BGG durch den Präsidenten als Einzelrichter geschehen kann,
dass der Beschwerdeführer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG),
dass keine Parteientschädigungen geschuldet sind (vgl. Art. 68 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. September 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Hugi Yar

Mots-clés

non-entryformal defectdeemed servicecourt coststax appealsummary procedure