Appeal against removal detention dismissed

2C_709/2007Tribunal fédéral / IIe division de droit public14 déc. 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed, in simplified proceedings, the appeal against Bern removal detention. It held that the appellant, a Guinean national with repeated failed asylum attempts, prior disappearances, and refusal to return, presented a concrete risk of absconding. Removal remained feasible because valid travel documents were available. Alleged health problems and the existence of a child in Switzerland did not make detention disproportionate or create a right to stay, and the custody review did not decide any residence-permit issue. No court costs were imposed because of the appellant’s indigence and departure obligation.

Regeste Omnilex

Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG; Art. 42 Abs. 2 and Art. 109 BGG; removal detention may be upheld where concrete indicia establish a risk of absconding and removal remains foreseeable. Repeated asylum failures, disregard of departure orders, disappearances, criminal conduct, and refusal to cooperate may justify such risk. Health objections are relevant only if detention or transport is objectively impossible; asserted family circumstances do not defeat detention absent a cognizable residence right or enforceable family-reunification claim. The detention review does not determine entitlement to a residence permit (consid. 2.1-2.2).

Texte intégral

{T 0/2}
2C_709/2007/leb

Urteil vom 14. Dezember 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Müller, Karlen,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsdienst des Kantons Bern,
Eigerstrasse 73, 3011 Bern,
Haftgericht III Bern-Mittelland,
Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern.

Gegenstand
Ausschaffungshaft,

Beschwerde gegen den Entscheid des Haftgerichts III Bern-Mittelland vom 4./7. Dezember 2007.

Erwägungen:
1.
X.________ (geb. 1983) stammt aus Guinea-Conakry. Der Migrationsdienst des Kantons Bern nahm ihn am 3. Dezember 2007 in Ausschaffungshaft, welche das Haftgericht III Bern-Mittelland am 4./7. Dezember 2007 prüfte und bis zum 2. März 2008 bestätigte. X.________ ist hiergegen am 7. Dezember 2007 (Posteingang 12. Dezember 2007) mit dem sinngemässen Antrag an das Bundesgericht gelangt, er sei aus der Haft zu entlassen und es sei ihm in der Schweiz der Aufenthalt zu bewilligen.
2.
Die Eingabe, welche als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zu behandeln ist (vgl. Art. 82 ff. BGG), erweist sich - soweit der Betroffene sich darin überhaupt sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt (Art. 42 Abs. 2 BGG) - als offensichtlich unbegründet und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden:
2.1 Der Beschwerdeführer hat in der Schweiz wiederholt erfolglos um Asyl nachgesucht; das Bundesamt für Flüchtlinge hat ihn am 4. Juli 2003 aufgefordert, das Land zu verlassen, was er nicht getan hat. Er ist hier wiederholt straffällig geworden, hat seine Ausgrenzung verletzt und galt vom 19. April 2004 bis zum 3. November 2007 sechs Mal als verschwunden. Im August 2003 ist er grundlos verschiedenen Vorladungen zu Sprachtests nicht nachgekommen; am 6. Dezember 2007 konnte er schliesslich nicht nach Conakry verbracht werden, nachdem er bereits zuvor wiederholt erklärt hatte, nicht bereit zu sein, in seine Heimat zurückzukehren. Es besteht bei ihm somit - wie die Haftrichterin zu Recht festgestellt hat - Untertauchensgefahr im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Art. 13b Abs. 1 lit. c ANAG [SR 142.20]; BGE 130 II 56 E. 3.1 S. 58 f.). Da auch alle übrigen Haftvoraussetzungen erfüllt sind - insbesondere nicht gesagt werden kann, dass sich seine Ausschaffung nicht in absehbarer Zeit organisieren liesse, nachdem für ihn ein gültiger Pass und ein Laissez-Passer vorliegen -, verletzt der angefochtene Entscheid kein Bundesrecht.
2.2 Was der Beschwerdeführer hiergegen einwendet, überzeugt nicht: Soweit er geltend macht, aus gesundheitlichen Gründen nicht in seine Heimat zurückkehren zu können, verkennt er, dass er nach den im kantonalen Verfahren erhobenen Auskünften flug- und hafterstehungsfähig ist. Der Hinweis auf seine angeblich am 14. Dezember 2005 in Freiburg geborene Tochter, lässt die Haft ebenfalls nicht als unverhältnismässig erscheinen: Der Beschwerdeführer verfügt trotz dieser über kein Anwesenheitsrecht in der Schweiz und muss das Land verlassen. Der Ausgang eines allfälligen Bewilligungsverfahrens kann er im Ausland abwarten, nachdem er nicht dartut, hier verheiratet zu sein und über einen Anspruch auf Familiennachzug zu verfügen (vgl. Art. 14 Abs. 1 AsylG). Im Übrigen bildet die Bewilligungsfrage nicht Gegenstand des Haftprüfungsverfahrens (BGE 130 II 56 E. 2 S. 58 mit Hinweis). Für alles Weitere wird auf die Begründung im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
3.
Dem Verfahrensausgang entsprechend würde der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Es rechtfertigt sich angesichts der Umstände (Bedürftigkeit, Ausreisepflicht), dennoch keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG). Der Migrationsdienst des Kantons Bern wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass das vorliegende Urteil dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Migrationsdienst des Kantons Bern, dem Haftgericht III Bern-Mittelland sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Dezember 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Hugi Yar

Mots-clés

removal detentionabsconding risksimplified procedureproportionalityhealth reasonsfamily circumstancescourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal against the detention order was admissible and well-founded.

Solution extraite

The appeal was admissible as a public-law matter but manifestly unfounded and had to be dealt with under the simplified procedure.

Motifs extraits

The appellant did not meaningfully challenge the cantonal decision; the detention conditions were met and no Bundesrecht was violated.

Question juridique clé

Whether removal detention could be upheld due to risk of absconding and feasibility of removal.

Solution extraite

Detention was lawful because there was a concrete risk of absconding and removal remained foreseeable, given a valid passport and laissez-passer.

Motifs extraits

Repeated failed asylum attempts, disregard of departure orders, prior disappearances, criminal conduct, and refusal to return supported the finding of absconding risk; the organized removal was still practicable.

Question juridique clé

Whether health reasons or family circumstances made detention disproportionate or barred removal.

Solution extraite

No. The appellant was considered fit to fly and to endure detention, and the asserted child did not create a residence right or family-reunification entitlement within the detention review.

Motifs extraits

The asserted inability to return was contradicted by medical information; the custody review did not decide the residence-permit question, and the appellant showed no marriage or enforceable family-reunification right.

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