Non-entry due to exclusion of appeals against examination results

2C_609/2012Tribunal fédéral / IIe division de droit public26 juin 2012Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X. challenged the handling of his failed 2011 driving-instructor examination and sought to have the result changed to passed. The Federal Administrative Court had already declined to hear his appeal, and he then appealed to the Federal Supreme Court. The Court held that the matter fell under the exclusion of Art. 83 lit. t BGG, which bars public law appeals against examination results, and that a subsidiary constitutional complaint was also unavailable because the challenged decision was not from a cantonal last instance. The Court therefore issued a summary non-entry decision and waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 83 lit. t BGG; appeal against examination results and unity of proceedings; the exclusion from the public law appeal applies irrespective of whether the challenged decision is substantive or procedural, including non-entry, reconsideration, revision and cost decisions, as long as the underlying matter concerns an examination result or equivalent ability assessment (consid. 2). A subsidiary constitutional complaint is admissible only against decisions of last cantonal instances; it does not lie against judgments of the Federal Administrative Court. Where inadmissibility is manifest, the Federal Supreme Court may decide in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_609/2012

Urteil vom 26. Juni 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Karlen, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Meierwiesenstrasse 56, 8064 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

SFV Schweizerischer Fahrlehrerverband, Geschäftsstelle QSK, Postfach 8150, 3001 Bern,

Bundesamt für Berufsbildung Technologie BBT, Effingerstrasse 27, 3003 Bern.

Gegenstand
Berufsprüfung für Fahrlehrer,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts, Abteilung II, vom 15. Mai 2012.

Erwägungen:

1.
X.________ scheiterte 2011 an der Berufsprüfung für Fahrlehrer. Auf die gegen die entsprechende Verfügung des Schweizerischen Fahrlehrerverbands erhobene Beschwerde trat das Bundesamt für Berufsbildung Technologie BBT mit Verfügung vom 18. Januar 2012 wegen Verspätung nicht ein. Gegen diese Nichteintretensverfügung gelangte X.________ am 27. Februar 2012 an das Bundesverwaltungsgericht, wobei er namentlich beantragte, das Prüfungsergebnis sei von "nicht bestanden" in "bestanden" umzuwandeln. Mit Urteil des Einzelrichters vom 15. Mai 2012 trat das Bundesverwaltungsgericht auf die Beschwerde nicht ein; dies mangels Sachbezogenheit der Rügen bzw. hinreichender Begründung.
Mit Beschwerdeschrift vom 22. Juni 2012 beantragt X.________ dem Bundesgericht, es sei "die widerrechtliche Weiterleitung von Akten des BF durch BG 3 (Bundesverwaltungsgericht) an BG 1 (Schweizerischer Fahrlehrerverband) BG 2 (Bundesamt für Berufsbildung Technologie) festzustellen"; die Berufsprüfung sei als bestanden zu werten u.a. aufgrund des verspäteten Versandes der Prüfungsunterlagen.
Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.

2.
Gemäss Art. 83 lit. t BGG ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzulässig gegen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen anderen Fähigkeitsbewertungen, namentlich auf den Gebieten der Schule, der Weiterbildung der Berufsausübung. Die Ausschlussbestimmungen des Art. 83 BGG greifen nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens (vgl. BGE 134 V 138 E. 3 S. 144; 133 III 645 E. 2.2 S. 647 f.) unabhängig davon, ob ein Endentscheid (materiell oder verfahrensrechtlicher Natur), ein Zwischenentscheid, ein Wiedererwägungs- oder Revisionsentscheid oder etwa ein Entscheid über Verfahrenskosten angefochten wird. Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Nichteintretensentscheid betreffend einen unterinstanzlichen Entscheid, mit dem seinerseits auf eine Beschwerde nicht eingetreten wurde, die einen Entscheid über ein Prüfungsergebnis zum Gegenstand hatte. Der Beschwerdeführer will denn auch im Rechtsmittelverfahren erreichen, dass die als ungenügend bewertete Prüfung als genügend bewertet wird. Das Verfahren fällt unter den Ausschlussgrvon Art. 83 lit. t BGG; weder befasst sich der Beschwerdeführer mit dieser Ausschlussnorm, noch sind Umstände ersichtlich, aus denen sich sonst wie die Zulässigkeit der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ableiten liesse. Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG). Namentlich könnte sie nicht als subsidiäre Verfassungsbeschwerde entgegengenommen werden, beurteilt doch das Bundesgericht Verfassungsbeschwerden bloss gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen (Art. 113 BGG), mithin nicht gegen Entscheide des Bundesverwaltungsgerichts.
Auf die Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
Die Umstände rechtfertigen es, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung II, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Juni 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Karlen

Der Gerichtsschreiber: Feller

Mots-clés

examination resultinadmissibilitynon-entry decisionunity of proceedingsconstitutional complaintcost waiver

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the public law appeal was admissible against a decision concerning an examination result covered by Art. 83 lit. t BGG.

Solution extraite

The appeal was inadmissible because the case concerned an examination result, and the exclusion applies regardless of the procedural form of the challenged decision.

Motifs extraits

Under the unity-of-proceedings principle, Art. 83 BGG applies even when a non-entry decision or other procedural decision is attacked, if the underlying matter is an examination result. No circumstances justified admissibility.

Question juridique clé

Whether the complaint could be treated as a subsidiary constitutional complaint.

Solution extraite

No; the Federal Supreme Court hears constitutional complaints only against final cantonal decisions, not against decisions of the Federal Administrative Court.

Motifs extraits

The challenged judgment was rendered by the Federal Administrative Court, so the statutory prerequisite of a cantonal last-instance decision was missing.

Question juridique clé

Court costs.

Solution extraite

No court costs were charged.

Motifs extraits

The Court considered the circumstances justified waiving costs under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.