Inadmissibility of federal appeal against detention decision

2C_49/2011Tribunal fédéral / IIe division de droit public18 janv. 2011Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant’s filing did not contain a sufficient, case-related legal argument against the cantonal judgment concerning immigration detention. Because the appeal did not address the relevant issue and failed to demonstrate a violation of federal law, the court did not enter into the matter under the simplified procedure. Although costs would ordinarily follow the result, the court waived the levy of court costs in view of the circumstances.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG; an appeal is inadmissible if it does not contain a sufficiently reasoned challenge to the contested decision and does not show, in a case-specific manner, why federal law was violated. In simplified procedure, the court may refuse entry when the submission is manifestly deficient. A costs waiver remains possible under Art. 66 Abs. 1 second sentence BGG despite the appellant's failure.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_49/2011

Urteil vom 18. Januar 2011
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Migrationsamt des Kantons Zürich,
Berninastrasse 45, 8090 Zürich,
Bezirksgericht Zürich, Haftrichteramt,
Wenigstrasse 28, 8004 Zürich.

Gegenstand
Ausschaffungshaft,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 1. Abteilung, Einzelrichter, vom 10. Januar 2011.

Erwägungen:
Nachdem er bereits vom 15. September bis zum 14. Oktober 2010 in Ausschaffungshaft geweilt hatte, ordnete das Migrationsamt des Kantons Zürich am 16. November 2010 erneut Ausschaffungshaft gegen den aus der Dominikanischen Republik stammenden X.________ an. Mit Verfügung vom 17. November 2010 bestätigte der Haftrichter des Bezirksgerichts Zürich die Anordnung der Ausschaffungshaft und bewilligte diese bis 14. Februar 2011. Auf Haftentlassungsgesuche von X.________ vom 19. November, 30. November und 7. Dezember 2010 trat der Haftrichter mit drei Verfügungen vom 25. November, 3. Dezember und 13. Dezember 2010 nicht ein, weil sie allesamt vor Ablauf der Sperrfrist von einem Monat (Art. 80 Abs. 5 AuG) nach der Haftprüfung vom 17. November 2010 eingereicht worden waren. Am 16. Dezember 2010 beschwerte sich X.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich über den haftrichterlichen Nichteintretensentscheid vom 13. Dezember 2010 und beantragte die Entlassung aus der Ausschaffungshaft. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde am 10. Januar 2011 ab.

Mit ans Bundesgericht adressiertem Schreiben vom 16. Januar (Postaufgabe 17. Januar) 2011 äussert sich X.________ namentlich zur von ihm nicht akzeptierten Haft. Soweit das Schreiben (mitsamt einer Beilage) als Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. Januar 2011 betrachtet werden kann, ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten, weil es an einer tauglichen, sachbezogenen Beschwerdebegründung (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG) fehlt:

Zum einzigen möglichen Prozessthema, d.h. zur verfrühten Einreichung eines Haftentlassungsgesuch beim Haftrichter, lässt sich der Eingabe nichts entnehmen. Ohnehin aber ist nicht ersichtlich, inwiefern der den Nichteintretensentscheid des Haftrichters schützende Entscheid des Verwaltungsgerichts schweizerisches Recht (Art. 95 BGG) verletzte; auch einer formgültig formulierten Beschwerde wäre kein Erfolg beschieden gewesen.

Dem Verfahrensausgang entsprechend würde der Beschwerdeführer kostenpflichtig; indessen rechtfertigen es die Umstände, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 1. Abteilung, Einzelrichter, und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 18. Januar 2011
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Zünd Feller

Mots-clés

deportation detentioninadmissibilityinsufficient reasoningsimplified procedurecourt costsrelease request

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal appeal against the cantonal decision upholding the refusal to entertain the release request was admissible

Solution extraite

The appeal was inadmissible because it lacked a proper, case-specific legal reasoning addressing the challenged decision.

Motifs extraits

The submission did not engage with the only possible issue, namely the premature filing of the detention-release request. It also failed to show any violation of federal law under Art. 95 BGG.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged to the appellant

Solution extraite

Costs would normally follow the outcome, but the court exercised its discretion to waive them.

Motifs extraits

Given the circumstances, the court found it justified not to levy costs despite the appellant's losing position.

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