Release from attorney-client secrecy for fee enforcement

2C_327/2008Tribunal fédéral / IIe division de droit public17 juil. 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed a client’s public-law appeal against a cantonal order authorizing his former lawyer to disclose professional secrecy insofar as necessary to enforce unpaid fees. The Court held that a fee action requires release from secrecy and that the attorney may apply to the competent supervisory authority if the client refuses consent. The fact that collection had previously been attempted by debt-enforcement steps did not render the request moot. Because the appeal was manifestly unfounded, free legal aid was refused and court costs of CHF 800 were charged to the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 109 Abs. 2 BGG; release from attorney-client secrecy for enforcement of fee claims. A lawyer seeking judicial enforcement of outstanding fees may request release from professional secrecy from the competent supervisory authority if the client withholds consent. The request is not rendered superfluous by prior debt-enforcement attempts or by the filing of related documents in earlier proceedings, provided the release remains necessary for the collection action. An appeal that raises no substantial objection against the authorization is manifestly unfounded and may be dismissed in summary procedure. Legal aid is refused where the appeal lacks prospects of success; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_327/2008

Urteil vom 17. Juli 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Hungerbühler, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Müller, Karlen,
Gerichtsschreiber Moser.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner,
Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte im Kanton Zürich, Hirschengraben 15, 8001 Zürich.

Gegenstand
Entbindung vom Anwaltsgeheimnis,

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 3. Kammer, vom 28. Februar 2008.

Erwägungen:

1.
Mit Beschluss vom 1. November 2007 ermächtigte die Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Zürich (Aufsichtskommission) Rechtsanwalt lic. iur. Y.________, gegenüber den zuständigen Behörden sein Berufsgeheimnis in Bezug auf X.________ zu offenbaren, soweit dies erforderlich sei, um seine Honorarforderung gegen diesen durchzusetzen. Die von X.________ hiergegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 3. Kammer, mit Urteil vom 28. Februar 2008 kostenfällig ab.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 25. April 2008 beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 28. Februar 2008 aufzuheben und dem vor der Vorinstanz gestellten Antrag zu entsprechen.

Die Aufsichtskommission verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht beantragt unter Hinweis auf die Erwägungen seines Entscheides Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdegegner Y.________ hat sich nicht vernehmen lassen.

3.
Die klageweise Einforderung des Anwaltshonorars setzt eine Befreiung des Anwalts von seiner Schweigepflicht voraus. Verweigert der Mandant die Entbindung vom Anwaltsgeheimnis, kann sich der Anwalt, der sein Honorar auf dem Rechtsweg einzutreiben sucht, mit einem entsprechenden Begehren an die zuständige Aufsichtsbehörde wenden. Der Beschwerdeführer bringt vorliegend nichts vor, was einer Gutheissung des betreffenden Begehrens durch die Aufsichtsbehörde entgegenstehen könnte. Dass der Beschwerdegegner seine Honorarforderung - offenbar erfolglos - schon verschiedentlich auf dem Betreibungswege einzutreiben versucht hat und dabei nach Darstellung des Beschwerdeführers diesbezügliche Unterlagen mit den diversen Rechtsöffnungsbegehren bereits eingereicht haben soll, lässt sein Begehren um Entbindung vom Berufsgeheimnis nicht als hinfällig oder überflüssig erscheinen. Es kann hierfür auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist als offensichtlich unbegründet im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 BGG abzuweisen.

4.
Bei diesem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem gestellten Gesuch um unentgeltliche Prozessführung ist wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde nicht zu entsprechen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Auf die Zusprechung einer Parteientschädigung besteht kein Anspruch (Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte im Kanton Zürich und dem Verwaltungsgericht im Kanton Zürich, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Juli 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Hungerbühler Moser

Mots-clés

attorney secrecyfee enforcementsupervisory authoritylegal aidcourt costssummary procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the authorization to release an attorney from professional secrecy for collection of fees was lawful.

Solution extraite

The authorization was lawful; the appeal disclosed no reason to refuse it.

Motifs extraits

A fee claim may be enforced only if the attorney is released from professional secrecy. If the client refuses consent, the attorney may apply to the competent supervisory authority. The appellant raised no argument defeating the request, and prior collection attempts did not make the request moot or unnecessary.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to free legal aid before the Federal Supreme Court.

Solution extraite

Free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motifs extraits

Under the applicable standard, an obviously unfounded appeal does not justify legal aid.

Question juridique clé

Who bears the court costs of the federal proceedings.

Solution extraite

The appellant must bear the federal court costs.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings.

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