Late tax revision request denied for missing deadline proof

2C_324/2007Tribunal fédéral / IIe division de droit public10 juil. 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The taxpayers challenged the Zurich tax authorities’ refusal to entertain a revision request concerning a final 1999 wealth tax assessment. They argued that they should have been allowed to correct their filing, that the assessment violated the principle of taxation by economic capacity, and that the administration had delayed the matter. The Federal Supreme Court held that the revision request was deficient because it did not show compliance with the 90-day statutory deadline and that the burden to submit a duly reasoned request lay with the taxpayers. The substantive accuracy of the tax assessment was not at issue, and the delay complaint was no longer justiciable once the authority had decided. The appeal was dismissed and costs imposed on the appellants.

Regeste Omnilex

§§ 155 ff., 156, 157 StG/ZH; Art. 109 BGG; revision of a final tax assessment and proof of timeliness: the taxpayer bears the burden of filing within the statutory period a duly reasoned revision request and of substantiating compliance with that period. A filing lacking allegations or evidence on timeliness is inadmissible for non-compliance with formal requirements. In proceedings limited to the refusal to enter into revision, the substantive correctness or constitutionality of the underlying assessment is not reviewed (consid. 3.1-3.2). A complaint for undue delay lacks current legal interest once the authority has rendered a decision; in principle it must be directed to the supervisory authority (consid. 3.3).

Texte intégral

{T 0/2}
2C_324/2007 /leb

Urteil vom 10. Juli 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Müller,
Gerichtsschreiber Häberli.

Parteien
A.X.________ und B.X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Steueramt Zürich,
Dienstabteilung Recht, Bändliweg 21, 8090 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich,
2. Kammer, Militärstrasse 36, 8090 Zürich.

Gegenstand
Staats- und Gemeindesteuern 1999 (Revision der rechtskräftigen Vermögenssteuerveranlagung),

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts
des Kantons Zürich, 2. Kammer, vom 16. Mai 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Ehegatten A.X.________ und B.X.________ wurden von der Steuerverwaltung des Kantons Zürich für die Staats- und Gemeindesteuern 1999 rechtskräftig mit einem steuerbaren Einkommen von 61'400 Franken und einem steuerbaren Vermögen von 16'172'000 Franken veranlagt (definitive Steuerrechnung vom 18. Oktober 2001). Mit Schreiben vom 1. August 2003 ersuchten sie um eine Neueinschätzung des steuerbaren Vermögens, weil sich verschiedene Investitionen in der Zwischenzeit "buchstäblich in Luft aufgelöst" hätten. Am 24. September 2004 wurden die Ehegatten X.________ vom Kantonalen Steueramt Zürich darauf hingewiesen, dass für die Besteuerung des Vermögens allein dessen Wert am 31. Dezember 1999 massgebend sei; sollte ihnen diese Auskunft nicht genügen, müssten sie gemäss § 155 ff. StG/ZH eine Revision beantragen. Am 11. Oktober 2005 stellten die Ehegatten X.________ ein Revisionsgesuch, auf welches das Kantonale Steueramt Zürich nicht eintrat (Verfügung vom 15. November 2005). Diesen Nichteintretensentscheid bzw. den ihn bestätigenden Entscheid der Steuerrekurskommission II schützte das Zürcher Verwaltungsgericht auf Beschwerde hin kantonal letztinstanzlich (Entscheid vom 16. Mai 2007).
2.
Am 2. Juli 2007 haben A.X.________ und B.X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Vorinstanz zu verpflichten, das Kantonale Steueramt anzuhalten, das Revisionsgesuch materiell zu behandeln. Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet und kann im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG (summarische Begründung; Verzicht auf Einholung von Akten und Vernehmlassungen) abgewiesen werden.
3.
3.1 Die Beschwerdeführer machen zunächst eine Verletzung von Treu und Glauben (Art. 9 BV) geltend, weil ihnen keine Gelegenheit zur Verbesserung des "Revisionsgesuchs" vom 1. August 2003 gegeben worden sei. Sie übersehen dabei, dass es Sache des Steuerpflichtigen ist, von sich aus innert der gesetzlichen Frist von § 156 StG/ZH (90 Tage seit Entdeckung des Revisionsgrundes) ein gehörig begründetes Revisionsgesuch zu stellen, wenn er die nachträgliche Korrektur eines rechtskräftigen Entscheides erwirken will. Die Eingabe vom 1. August 2003 entsprach nicht den gesetzlichen Anforderungen (§ 157 StG/ZH), indem sie u.a. keine Darstellung und auch keine Belege über die Einhaltung der Revisionsfrist enthielt. Im Übrigen wurden die Beschwerdeführer vom Kantonalen Steueramt am 24. September 2004 ausdrücklich auf die einschlägige gesetzliche Regelung (§ 155 ff. StG/ZH) und insbesondere auf die 90-tägige Frist zur Stellung des Revisionsbegehrens hingewiesen. Doch auch die am 11. Oktober 2005 eingereichte, nunmehr ausdrücklich als Revisionsbegehren bezeichnete Eingabe enthielt nicht die erforderlichen Angaben zur Einhaltung der Revisionsfrist.
3.2 Weiter rügen die Beschwerdeführer eine Verletzung des Grundsatzes der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV), weil der tatsächliche Wert ihres Vermögens bereits am 31. Dezember 1999 weniger als die veranlagten 16 Mio. Franken ausgemacht habe. Sie verkennen, dass vorliegend die Richtigkeit bzw. Verfassungsmässigkeit der Veranlagung nicht beurteilt werden kann; Verfahrensgegenstand bildet allein die Frage, ob ihr Revisionsgesuch hätte behandelt und die Veranlagung hätte überprüft werden müssen.
3.3 Schliesslich ist nicht weiter auf die Beschwerde einzugehen, soweit zusätzlich eine Rechtsverzögerung durch die Steuerverwaltung behauptet wird: Zum einen sind solche Rügen regelmässig bei der kantonalen Aufsichtsbehörde anzubringen. Zum andern zielt die Rechtsverzögerungsbeschwerde auf die verbindliche Anweisung an die betroffene Behörde ab, die Sache an die Hand zu nehmen. Hat diese einen Entscheid getroffen, so besteht im Allgemeinen und auch hier kein Rechtsschutzinteresse an einer Überprüfung der Verfahrensdauer mehr (vgl. BGE 125 V 373 E. 1 S. 374; Fritz Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 227).
4.
Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 65 f. BGG). Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 68 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 109 BGG:
1.
Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird den Beschwerdeführern unter Solidarhaft auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Kantonalen Steueramt Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. Juli 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

tax revisiondeadlinenon-entrywealth taxgood faithprocedural admissibilitylegal interestdelay complaint

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the tax office had to enter into the revision request despite missing proof of compliance with the statutory deadline

Solution extraite

No. A revision request must be timely and properly substantiated by the taxpayer; the submissions did not show compliance with the 90-day deadline.

Motifs extraits

The burden was on the taxpayers to file a duly reasoned request within the statutory period. Their filings lacked the necessary explanation and evidence on timeliness, even after the tax office pointed them to the relevant rules.

Question juridique clé

Whether the assessment should be reviewed because the assessed wealth allegedly exceeded the taxpayers' actual wealth

Solution extraite

No. The proceedings concerned only the refusal to examine the revision request, not the substantive correctness or constitutionality of the assessment.

Motifs extraits

The validity of the underlying tax assessment was outside the scope of review in this case.

Question juridique clé

Whether there was a cognizable claim of undue delay by the tax administration

Solution extraite

No further examination was required because a decision had already been rendered, and any such complaint should ordinarily be brought before the supervisory authority.

Motifs extraits

A complaint about delay seeks an order to act; once the authority has decided, there is generally no current legal interest in reviewing the duration of the proceedings.

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