Inadmissible appeal due to insufficient reasoning

2C_248/2007Tribunal fédéral / IIe division de droit public9 août 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ AG and Y.________ AG challenged a Zurich building insurer’s damage estimate, but the cantonal appeals body refused to hear the case because their pleadings were improper. The cantonal administrative court upheld that non-entry decision. On federal appeal, the companies mainly attacked the damage estimate itself and made general complaints, but they did not explain why the cantonal court’s reasoning violated federal law. The Federal Supreme Court therefore did not enter into the appeal. It also denied free legal aid because the appeal had no prospects of success and imposed court costs of CHF 500 on the appellants jointly and severally.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG; ungenügende Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht. Die Beschwerdeschrift muss sich mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids sachbezogen auseinandersetzen und darlegen, inwiefern dieser Recht verletzt; blosse allgemeine Kritik oder die erneute Anfechtung nicht mehr streitiger Fragen genügt nicht. Fehlt es an einer solchen Begründung, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten; eine Nachfrist zur Verbesserung fällt in diesem Fall ausser Betracht, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen nicht erfüllt sind (vgl. Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG). Bei Aussichtslosigkeit ist die unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern (Art. 64 Abs. 1 BGG), und die Kosten sind den Beschwerdeführern nach Massgabe von Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG aufzuerlegen.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_248/2007 /ble

Urteil vom 9. August 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Bundesrichter Müller, Bundesrichter Karlen,
Gerichtsschreiber Merz.

Parteien
X.________ AG,
Y.________ AG,
Beschwerdeführerinnen,

gegen

Gebäudeversicherung des Kantons Zürich, Postfach, 8050 Zürich,
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, Militärstrasse 36, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Art. 9 und 29 Abs. 3 BV (ungebührliche Rechtsschrift),

Beschwerde gegen den Entscheid
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Kammer, vom 20. April 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Gebäudeversicherung des Kantons Zürich schätzte den Schaden, der durch einen abgebrochenen Ast eines Baums im März 2006 an der Liegenschaft der Y.________ AG in Zürich-Höngg entstanden war, auf Fr. 6'600. Die Eigentümerin und die X.________ AG als Nutzniesserin an der Liegenschaft fochten diese Schätzung an. Die Rekurskommission der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich trat am 14. Februar 2007 auf ihr Rechtsmittel nicht ein. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich am 20. April 2007 ab, soweit es darauf eintrat.
Die X.________ AG und die Y.________ AG beantragen dem Bundesgericht mit Beschwerde die Aufhebung des zuletzt genannten Entscheids und stellen zahlreiche weitere Begehren (vgl. Eingaben vom 25. Mai, 20. Juni und 26. Juli 2007). Die Gebäudeversicherung stellt den Antrag, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. Das Verwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
2.
Die Rekurskommission der Gebäudeversicherung trat auf das Rechtsmittel der Beschwerdeführerinnen mit der Begründung nicht ein, die von ihr eingereichten Rechtsschriften seien ungebührlich. Daher bildet Gegenstand des angefochtenen Entscheids auch nur die Frage, ob die Rechtsschriften, welche die Beschwerdeführerinnen bei der Rekurskommission einreichten, ungebührlich waren. In der Beschwerde an das Bundesgericht legen die Beschwerdeführerinnen nicht dar, inwiefern die Bejahung der Ungebührlichkeit durch das Verwaltungsgericht Recht verletzt. Sie erheben lediglich allgemein gehaltene Vorwürfe gegen die Behörden und beanstanden im Übrigen die Schätzung der Gebäudeversicherung, welche indessen - wie erwähnt - nicht Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens war. Die Begründung genügt damit den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht, wobei die Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung oder Ergänzung entsprechend Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG insoweit nicht in Betracht kommt (vgl. Botschaft zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4294-4296; zum Bundesrechtspflegegesetz vom 16. Dezember 1943 [OG]: BGE 131 II 470 E. 1.3 S. 475; 123 II 359 E. 6b/bb S. 369). Auf die Beschwerde kann das Bundesgericht demnach nicht eintreten.

3.
Wegen Aussichtslosigkeit der erhobenen Begehren ist das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind den Beschwerdeführerinnen zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 109 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführerinnen zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführerinnen, der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. August 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

admissibilityreasoning requirementnon-entrylegal aidcourt costsappealimproper pleadings

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal appeal was sufficiently reasoned to be admissible

Solution extraite

The appeal did not meet the reasoning requirements because it failed to show how the cantonal court violated federal law and instead only raised general accusations and issues outside the scope of review.

Motifs extraits

Under Art. 42(2) BGG, the appellant must substantively address the challenged reasoning. That was not done here, and no extension to cure the defect was available in the circumstances.

Question juridique clé

Whether the appellants were entitled to free legal aid

Solution extraite

Free legal aid was denied because the requested relief had no prospects of success.

Motifs extraits

Art. 64(1) BGG requires non-futile claims; since the appeal was inadmissible, success was prospectively lacking.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs

Solution extraite

Court fees were imposed jointly and severally on the appellants in equal shares.

Motifs extraits

Costs follow the outcome under Art. 66(1) and (5) BGG.

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