Non-entry due to defective representation in deportation detention appeal

2C_208/2012Tribunal fédéral / IIe division de droit public4 avr. 2012Inadmissible

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Résumé

The Federal Supreme Court did not enter into the Federal Office for Migration's appeal against the Aargau detention review judgment because the office failed to prove the signatory's authority despite a prior order and warning under Art. 42 para. 5 BGG. The court decided in simplified proceedings and imposed no costs. No party compensation was awarded because the respondent incurred no significant expense.

Regest

Art. 42 Abs. 5 BGG; appeal signed by an unauthorised official; failure to cure defect after judicial instruction and warning. Where the appellant does not demonstrate proper representation within the time limit fixed by the court, the appeal is not entered into ad monitoring of the formal defect. The court may decide in simplified proceedings under Art. 108 BGG. No costs are levied under Art. 66 Abs. 4 BGG where the statute so provides; no party compensation is due absent material expense (Art. 68 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
2C_208/2012

Urteil vom 4. April 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________, alias Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Ralph Schiltknecht,
Beschwerdegegner,

Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau, Sektion Asyl, Herrn Francesco Fazzi, Bahnhofstrasse 86/88, 5001 Aarau.

Gegenstand
Ausschaffungshaft/Haftüberprüfung,

Beschwerde gegen das Urteil des Rekursgerichts im Ausländerrecht des Kantons Aargau vom 31. Januar 2012.
Nach Einsicht
in das Urteil 1_HA.2012.25 des Rekursgerichts im Ausländerrecht des Kantons Aargau vom 31. Januar 2012, womit die am 27. Januar 2012 gegen X.________ angeordnete Ausschaffungshaft nicht bestätigt wurde,
in die hiergegen eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes für Migration vom 29. Februar 2012, welche von Z.________, Abteilungschef, unterzeichnet worden ist,
in die Verfügung des Abteilungspräsidenten vom 8. März 2012,

in Erwägung,
dass das Bundesamt mit der Verfügung vom 8. März 2012 angehalten worden ist, bis zum 23. März 2012 seine korrekte Vertretung im Sinne der Erwägungen schriftlich zu belegen bzw. zu bestätigen,
dass es dabei darzulegen hatte, dass der Abteilungschef Z.________ gestützt auf die Delegation der Unterschriftsberechtigung im Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement zum Handeln für das Amt befugt war (vgl. BGE 135 II 338 E. 1.2.3 S. 343), oder gegebenenfalls einen entsprechenden Mangel zu beheben hatte,
dass dem Bundesamt gestützt auf Art. 42 Abs. 5 BGG angedroht wurde, dass seine Rechtsschrift bei Missachtung dieser Auflage unbeachtet bleibe,
dass die entsprechende Verfügung dem Bundesamt am 9. März 2012 zugekommen ist,
dass das Bundesamt auf die Verfügung nicht reagiert hat,
dass auf die Beschwerde deshalb androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 42 Abs. 5 BGG),
dass der Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG entscheidet,
dass keine Kosten zu erheben sind (Art. 66 Abs. 4 BGG),

dass keine Parteientschädigung geschuldet ist, nachdem das bundesgerichtliche Verfahren für den Beschwerdegegner mit keinem nennenswerten Aufwand verbunden war (vgl. Art. 68 BGG),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Rekursgericht im Ausländerrecht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. April 2012

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Feller

Mots-clés

deportation detentionrepresentationsignature authoritynon-entrysimplified procedurecourt costs