Late appeal in VAT case declared inadmissible

2C_174/2008Tribunal fédéral / IIe division de droit public29 févr. 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that X.________ AG’s appeal against the Federal Administrative Court’s non-entry judgment in a VAT matter was filed too late. The 30-day deadline began on 14 December 2007, was suspended over the court recess, and expired on 28 January 2008. The company’s February illness did not revive or extend the lapsed time limit. The Court therefore did not enter into the appeal in simplified procedure. The request for suspensive effect became moot, and the appellant was ordered to pay CHF 500 in court costs.

Regeste Omnilex

Art. 100 Abs. 1, Art. 44 Abs. 1, Art. 46 Abs. 1 lit. c, Art. 48 Abs. 1, Art. 108 Abs. 1 lit. b und Art. 108 BGG; Fristenlauf und verspätete Beschwerdeeingabe: Die 30-tägige Beschwerdefrist beginnt am Tag nach der Eröffnung zu laufen und steht während der gesetzlich vorgesehenen Gerichtsferien still. Nach Ablauf der Frist ist eine Beschwerde offensichtlich unzulässig; Gründe, die erst nach Fristablauf eintreten, vermögen die Verspätung nicht zu heilen. Bei klarer Verspätung ist im vereinfachten Verfahren nicht auf die Beschwerde einzutreten. Mit dem Nichteintreten wird ein Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Die Gerichtskosten sind der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 65, Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
2C_174/2008/ble

Urteil vom 29. Februar 2008
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung.

Gegenstand
Mehrwertsteuer; 1. Quartal 2005 und 3. Quartal 2005,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 4. Dezember 2007.

Erwägungen:
1.
Das Bundesverwaltungsgericht trat mit Urteil vom 4. Dezember 2007 auf eine Beschwerde der X.________ AG betreffend Mehrwertsteuer wegen nicht rechtzeitiger Leistung des für das dort anhängig gemachte Verfahren verlangten Kostenvorschusses nicht ein.
Mit als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und staatsrechtliche Beschwerde bezeichneter, vom 22. Februar 2008 datierter Rechtsschrift beantragt die X.________ AG dem Bundesgericht, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 4. Dezember 2007 aufzuheben.
Es ist kein Schriftenwechsel angeordnet worden.
2.
2.1 Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG). Gemäss Art. 44 Abs. 1 BGG beginnen Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen. Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG hält fest, dass gesetzlich oder richterlich nach Tagen bestimmte Fristen vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar stillstehen. Die Beschwerde gilt als rechtzeitig erhoben, wenn sie spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post übergeben wird (Art. 48 Abs. 1 BGG).
2.2 Die Beschwerdeführerin hat die vorliegende Beschwerde, die als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zu betrachten ist, am 22. Februar 2008 zu Handen des Bundesgerichts bei der Post aufgegeben. Den Ausführungen in der Beschwerdeschrift kann entnommen werden, dass die Beschwerdefrist nach ihrer Auffassung am 13. Februar 2008 endigte. Dem ist nicht so: Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist am 5. Dezember 2007 versandt und am 13. Dezember 2007 von der Beschwerdeführerin entgegengenommen worden. Die Frist begann mithin am 14. Dezember 2007 zu laufen, und sie stand vom 18. Dezember 2007 bis und mit dem 2. Januar 2008 still; dreissigster Tag ist der 28. Januar 2008. Dass der Hauptverantwortliche der Beschwerdeführerin vom 13. bis und mit 21. Februar 2008 krank und arbeitsunfähig war, ist daher unerheblich. Die Beschwerde ist verspätet und im Sinne von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG offensichtlich unzulässig, weshalb darauf im vereinfachten Verfahren (Art. 108 BGG) nicht einzutreten ist.
2.3 Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
2.4 Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Eidgenössischen Steuerverwaltung und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Februar 2008
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Feller

Mots-clés

value added taxdeadlinelate filingnon-entrycourt recesssimplified procedurecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal to the Federal Supreme Court was filed within the statutory time limit

Solution extraite

The appeal was filed out of time because the 30-day period ended on 28 January 2008 and the filing on 22 February 2008 was late.

Motifs extraits

The period began on 14 December 2007, was suspended from 18 December 2007 to 2 January 2008, and elapsed on 28 January 2008. The illness of the appellant’s responsible person in February did not affect the already expired deadline.

Question juridique clé

Whether the appeal should be dealt with under simplified procedure

Solution extraite

The appeal was manifestly inadmissible and could be dismissed without ordinary exchange of written submissions.

Motifs extraits

Because the filing was late, non-entry was justified under the simplified procedure.

Question juridique clé

Whether the request for suspensive effect remained pending

Solution extraite

The request became moot after the decision not to enter into the appeal.

Motifs extraits

Once the appeal was declared inadmissible, no separate interim relief question remained.

Question juridique clé

Allocation of court costs

Solution extraite

Court costs were imposed on the appellant.

Motifs extraits

Costs follow the unsuccessful party.

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