Appeal dismissed as moot after immigration detention expired

2C_160/2007Tribunal fédéral / IIe division de droit public22 mai 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dealt with an appeal against a cantonal judgment confirming enforcement detention under immigration law. By the time of the federal decision, the detention had already ended, so the appellant no longer had a current interest in the case. The court found no reason to examine the matter notwithstanding mootness and struck the appeal off the docket. It also waived court costs and denied party compensation. The order was to be served on the appellant, the cantonal security department, the cantonal court, and the Federal Office for Migration.

Regeste Omnilex

Art. 32 Abs. 2 BGG i.V.m. Art. 72 BZP und Art. 71 BGG; Gegenstandslosigkeit einer Beschwerde gegen eine ausländerrechtliche Durchsetzungshaft. Fällt das aktuelle Interesse während des bundesgerichtlichen Verfahrens dahin, wird das Verfahren als gegenstandslos abgeschrieben, sofern kein Anlass besteht, ausnahmsweise dennoch materiell zu entscheiden. Bei Abschreibung wegen Gegenstandslosigkeit kann auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG); ein Anspruch auf Parteientschädigung besteht nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen von Art. 68 Abs. 1-3 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_160/2007 /ble

Verfügung vom 22. Mai 2007
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Merkli, Präsident,
Gerichtsschreiberin Dubs.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Bereich Bevölkerungsdienste und Migration
als kantonale Fremdenpolizei, Spiegelgasse 6-12,
4001 Basel,
Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, Bäumleingasse 1, 4051 Basel.

Gegenstand
Durchsetzungshaft gemäss Art. 13g ANAG,

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, vom 20. April 2007.

Es wird in Erwägung gezogen:
1.
Das Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt, Bereich Bevölkerungsdienste und Migration, nahm den irakischen Staatsangehörigen X.________ am 18. April 2007 in Durchsetzungshaft, welche die Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Stadt am 20. April 2007 prüfte und bis zum 16. Mai 2007 bestätigte.
Mit als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten entgegengenommenem, undatiertem Schreiben (Postaufgabe 24. April, Eingang beim Bundesgericht am 27. April 2007) beantragt X.________ sinngemäss die Aufhebung des Urteils der Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht und die Entlassung aus der Haft. Mit Präsidialverfügung vom 30. April 2007 hat das Bundesgericht die kantonalen Akten beigezogen und Vernehmlassungen eingeholt. Die Instruktion des Verfahrens dauerte bis zum 18. Mai 2007.
2.
Die mit dem angefochtenen Urteil bestätigte Durchsetzungshaft endete am 16. Mai 2007. Entweder ist der Beschwerdeführer inzwischen aus der Haft entlassen worden oder ist die gegen ihn angeordnete Durchsetzungshaft mit einem neuen Urteil fortgesetzt worden, das wiederum beim Bundesgericht angefochten werden kann. So oder so ist das aktuelle Interesse an der Behandlung der vorliegenden Beschwerde dahingefallen. Es liegt kein Grund vor, die Beschwerde trotz fehlenden aktuellen Interesses zu behandeln (vgl. BGE 128 II 34 E. 1b S. 36 mit Hinweisen).
Der Rechtsstreit ist somit nach Art. 32 Abs. 2 BGG und in Anwendung von Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Es rechtfertigt sich vorliegend, auf die Erhebung von Kosten zu verzichten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 68 Abs. 1 bis 3 BGG).
Das Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt wird ersucht, dafür besorgt zu sein, dass die vorliegende Verfügung dem Beschwerdeführer korrekt eröffnet und nötigenfalls verständlich gemacht wird.

Demnach verfügt der Präsident:
1.
Die Beschwerde wird als gegenstandslos abgeschrieben.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Diese Verfügung wird dem Beschwerdeführer, dem Sicherheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Stadt, Einzelrichterin für Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, sowie dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 22. Mai 2007
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Mots-clés

immigration detentionmootnesscurrent interestcost waiverparty compensation

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal against the confirmation of enforcement detention remained admissible after the detention expired.

Solution extraite

The appeal had become moot because the contested detention ended on 2007-05-16 and no reason justified deciding it despite the lack of current interest.

Motifs extraits

Once the detention expired, any current interest in the appeal fell away. The court found no exceptional grounds to examine the matter anyway, so the case had to be struck off as moot.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged in the mootness dismissal.

Solution extraite

No court costs were charged.

Motifs extraits

Given the mootness-based discontinuance, the court exercised its discretion to waive costs.

Question juridique clé

Whether party compensation was owed.

Solution extraite

No party compensation was awarded.

Motifs extraits

The order states that no entitlement to party compensation exists in this procedural situation.

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