No entry due to insufficient appeal reasoning

2C_13/2010Tribunal fédéral / IIe division de droit public22 janv. 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The taxpayer challenged a cantonal non-entry judgment concerning 2006 state taxes. The Federal Supreme Court found that the handwritten submission did not address the decisive cantonal reasoning, especially the timeliness issue and the grounds for non-entry, and therefore lacked the minimum reasoning required by the Federal Supreme Court Act. In the simplified procedure, the court did not enter into the appeal and charged the appellant with court costs of CHF 500.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2, Art. 95, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; appeal against a non-entry decision: the appellant must, within the non-extendable time limit, specifically engage with the grounds of non-entry and show, in a case-related manner, how the contested decision violates federal law. A merely general or unrelated submission does not satisfy the reasoning requirement and leads to non-entry in summary procedure under Art. 108 BGG. Costs follow the outcome pursuant to Art. 65 and Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
2C_13/2010

Urteil vom 22. Januar 2010
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Müller, Präsident,
Gerichtsschreiber Feller.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft.

Gegenstand
Staatssteuer 2006,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 25. November 2009.

Erwägungen:

1.
Die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft trat am 23. Februar 2009 auf eine Einsprache von X.________ gegen die Veranlagung zur Staatssteuer 2006 wegen verspäteter Einspracheerhebung nicht ein. Den gegen diesen Nichteintretensentscheid erhobenen Rekurs wies der Präsident des Steuer- und Enteignungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft am 12. August 2009 ab. Gegen diesen Entscheid erhob X.________ am 4. November 2009 Beschwerde. Das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsgericht, des Kantons Basel-Landschaft machte ihn am 13. November 2009 auf die Formerfordernisse einer Beschwerde aufmerksam und räumte ihm eine unerstreckbare Frist zur Beschwerdeverbesserung bis 23. November 2009 ein. Mit Urteil seiner Präsidentin vom 25. November 2009 trat das Kantonsgericht auf die Beschwerde nicht ein, weil auch ergänzende Eingaben vom 20. und 23. November 2009 den Anforderungen einer Beschwerde nicht genügten.

Unter Bezugnahme auf das Urteil des Kantonsgerichts vom 25. November 2009 wandte sich X.________ mit Schreiben vom 6. Januar (Postaufgabe 7. Januar) 2010 ans Bundesgericht.

Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden.

2.
Gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt schweizerisches Recht verletze (Art. 42 Abs. 2 und 95 BGG). Die Begründung muss, gleich wie die Begehren, sachbezogen sein; erforderlich ist zumindest eine rudimentäre Auseinandersetzung mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen. Wird ein Nichteintretensentscheid angefochten, hat der Beschwerdeführer sich mit den von der Vorinstanz herangezogenen Nichteintretensgründen zu befassen. Eine diesen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift muss grundsätzlich innert der nicht erstreckbaren gesetzlichen Beschwerdefrist von 30 Tagen (Art. 100 Abs. 1 BGG) beigebracht werden.

Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Nichteintretensentscheid in einem Rechtsmittelverfahren, dessen Gegenstand seinerseits auf die Frage beschränkt ist, ob rechtzeitig Einsprache gegen die Steuerveranlagung erhoben worden sei. Zu dieser Problematik lässt sich der Beschwerdeschrift nichts entnehmen; selbst das Rechtsbegehren zielt nicht darauf ab. Es fehlt mithin offensichtlich an einer hinreichenden Beschwerdebegründung (vgl. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), und auf die Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren gemäss Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Diesem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Januar 2010

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Müller Feller

Mots-clés

tax assessmentlate objectioninadmissibilityreasoning requirementnon-entry decisioncourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal appeal met the reasoning requirements of Art. 42 BGG against the cantonal non-entry judgment.

Solution extraite

No; the filing did not address the decisive reasons for the cantonal non-entry decision and did not challenge them in a case-specific manner.

Motifs extraits

An appeal must set out in a concise way how the contested decision violates federal law; where a non-entry decision is attacked, the appellant must engage with the reasons for non-entry. The submission here did not deal with the timeliness issue or the cantonal non-entry grounds.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs.

Solution extraite

Costs were imposed on the appellant because the appeal was not entered into.

Motifs extraits

The procedural outcome required application of the ordinary cost rule against the unsuccessful party.

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