Non-payment of cost advance leads to non-entry

1P.641/2001Tribunal fédéral / Ire division de droit public5 nov. 2001Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Court dealt in summary proceedings with a constitutional complaint against a cantonal criminal chamber judgment. The appellant failed to pay the ordered advance on costs of CHF 3,000 within the deadline and did not seek an extension or fee waiver. The Court therefore held that the complaint could not be entered into under Art. 150 para. 4 OG. As a consequence, the appellant was ordered to pay the federal court fee of CHF 500.

Regeste Omnilex

Art. 150 Abs. 4 OG; Nichtleistung des Kostenvorschusses innert Frist ohne Gesuch um Fristerstreckung oder unentgeltliche Rechtspflege führt zum Nichteintreten auf die Beschwerde. Die Säumnis ist verfahrensrechtlich strikt zu handhaben; ein materieller Eintretensentscheid setzt die rechtzeitige Vorschussleistung oder eine formgültige Befreiungs- bzw. Verlängerungsgesuchstellung voraus. Kostenfolgen richten sich bei Nichteintreten nach Art. 156 Abs. 1 OG.

Texte intégral

[AZA 0/2]
1P.641/2001/mks

I. OEFFENTLICHRECHTLICHE ABTEILUNG


  1. November 2001

Es wirken mit: Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger,
Präsident der I. öffentlichrechtlichen Abteilung, Bundesrichter
Catenazzi, Ersatzrichterin Pont Veuthey und Gerichtsschreiber Pfäffli.


In Sachen
X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch die Rechtsanwälte Peter Philipp und Dr. Martin Schmid, Hartbertstrasse 11, Postfach 180, Chur,

gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Kantonsgericht von Graubünden, Strafkammer,

betreffend
Strafverfahren; Beweiswürdigung,

zieht das Bundesgericht in Erwägung:

1.- X.________ erhob mit Eingabe vom 4. Oktober 2001 staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 22. Mai 2001. Das Bundesgericht forderte ihn mit Verfügung vom 9. Oktober 2001 auf, bis zum 23. Oktober 2001 einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu leisten, ansonsten gemäss Art. 150 OG auf seine Beschwerde nicht eingetreten werde.

2.- Innert Frist ist der Kostenvorschuss weder einbezahlt noch ist ein Gesuch um Fristerstreckung oder um Befreiung von der Bezahlung der Gerichtskosten gemäss Art. 152 OG eingereicht worden. Unter diesen Umständen ist gestützt auf Art. 150 Abs. 4 OG auf die Beschwerde nicht einzutreten.

3.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.- Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden und dem Kantonsgericht von Graubünden, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

______________
Lausanne, 5. November 2001

Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

non-entrycost advanceconstitutional complaintcostssummary procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the constitutional complaint was admissible despite the unpaid cost advance.

Solution extraite

No. Because the advance was neither paid nor was any timely request for extension or exemption filed, the complaint could not be entered into.

Motifs extraits

Under Art. 150 para. 4 OG, failure to pay the ordered cost advance within the set time leads to non-entry when no extension or exemption request is made.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs after non-entry.

Solution extraite

The appellant must bear the federal court costs.

Motifs extraits

As the appellant failed in the proceedings, costs were imposed on him under Art. 156 para. 1 OG.

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