Inadmissibility of constitutional complaint against a simple administrative letter

1P.398/2004Tribunal fédéral / Ire division de droit public20 juil. 2004Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X. filed a constitutional complaint against a letter from the Zurich cantonal education directorate confirming receipt of his referral and referring him to later procedural steps. The Federal Court held that the complaint was inadmissible because it targeted a mere administrative letter, failed to substantiate any denial or delay of justice, and was not properly reasoned; in any event, internal cantonal remedies had not been exhausted. The request for free legal aid was denied as manifestly hopeless, and court costs of CHF 500 were imposed on X.

Regeste Omnilex

Art. 84 ff. OG; constitutional complaint against a mere administrative letter and allegation of legal delay/denial of justice: admissibility requires a challengeable cantonal act or a sufficiently substantiated refusal/delay of justice and compliance with the federal reasoning requirements under Art. 90 Abs. 1 lit. b OG. A complaint that merely reiterates unrelated grievances is inadmissible; objections against procedural conduct must first be raised before the competent cantonal instance. Manifestly hopeless proceedings exclude legal aid under Art. 152 OG; costs are borne by the unsuccessful party under Art. 156 Abs. 1 OG.

Texte intégral

{T 0/2}
1P.398/2004 /sta

Urteil vom 20. Juli 2004
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Fonjallaz, Eusebio,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Bildungsdirektion des Kantons Zürich, Walchetor, 8090 Zürich.

Gegenstand
Rechtsverzögerung usw.,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Schreiben der Bildungsdirektion des Kantons Zürich vom 17. Juni 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ reichte beim Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Kreisschulpflege Zürichberg ein. Er rügte insbesondere, "dass der weibliche Lehrkörper ... ohne Grund und Anlass unschuldige Primarschüler physisch und psychisch einmal mehr angegriffen" habe; sie seien durch die Beklagten "systematisch fortdauernd gehindert, erfolgreich vollendet ausgeschlossen und schliesslich zu Erstklässlern strafversetzt worden", was geeignet sei, ihre Primarschulkarriere zu beeinträchtigen.

Mit Verfügung vom 18. Juni 2004 trat die Vorsteherin des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich auf eine Eingabe X.________s nicht ein, und eine andere Eingabe X.________s leitete sie zur Behandlung an die zuständige Bezirksschulpflege Zürich weiter.

In diesem Zusammenhang richtete X.________ weitere Anzeigen oder Beschwerden an verschiedene andere Behörden (vgl. Verfahren 1P.372/394/396/2004), offenbar auch einen vom 12. April 2004 datierten Rekurs an das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich.

Mit Schreiben vom 17. Juni 2004 teilte die Bildungsdirektion des Kantons Zürich X.________ bzw. dessen Lebenspartnerin mit: "Wir bestätigen den Erhalt Ihres Rekurses vom 12. April 2004, welcher uns mit Verfügung des Verwaltungsgerichts vom 20. April 2004 zur Behandlung überwiesen wurde. Über die weiteren Verfahrensschritte werden wir Sie unterrichten."

Hiergegen führt X.________ mit Eingabe vom 15. Juli 2004 staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht, mit der er die erwähnte Kritik gegenüber dem "weiblichen Lehrkörper" wiederholt.

Wie dem Beschwerdeführer inzwischen bestens bekannt sein dürfte, ist eine staatsrechtliche Beschwerde nicht gegen irgendwelche behördliche Schreiben, sondern gegen kantonale Erlasse oder Verfügungen bzw. Entscheide zulässig (Art. 84 ff. OG). Allerdings kann abgesehen davon auch Beschwerde mit der Rüge geführt werden, eine Behörde sei untätig, d.h. habe sich einer Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung schuldig gemacht. Inwiefern dies - mit Blick auf das angefochtene Schreiben vom 17. Juni 2004 - in Bezug auf die kantonale Bildungsdirektion der Fall sein soll, ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer beschränkt sich im Wesentlichen auf seine bereits andernorts wiederholt vorgetragene Kritik am Lehrkörper und legt nicht in einer Art. 90 Abs. 1 lit. b OG genügenden Form dar, inwiefern sich die Bildungsdirektion bzw. allenfalls zuvor das Verwaltungsgericht verfassungswidrig verhalten haben soll.

Auf die Beschwerde kann daher schon aus diesem Grunde nicht eingetreten werden. Abgesehen davon hätte der Beschwerdeführer Verfahrensrügen zunächst beim kantonalen Verwaltungsgericht anzubringen. Auf die vorliegende Beschwerde könnte daher auch mangels Letztinstanzlichkeit nicht eingetreten werden (Art. 86/87 OG).

Mit Blick auch auf die erwähnten Parallelverfahren ist festzustellen, dass die Eingaben des Beschwerdeführers im vorliegenden Zusammenhang als mutwillig zu bezeichnen sind (Art. 36a Abs. 2 OG). Das Bundesgericht behält sich vor, ähnliche Eingabe in der Angelegenheit inskünftig formlos abzulegen.
2.
Mit dem vorliegenden Entscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, weil die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 152 OG). Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Bildungsdirektion des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Juli 2004
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

inadmissibilityconstitutional complaintdenial of justicelegal delaylegal aidcourt costssummary procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether a constitutional complaint is admissible against the Bildungsdirektion's letter of 17 June 2004 and on allegations of legal delay/denial of justice.

Solution extraite

The complaint is inadmissible because it is directed at a mere administrative letter and does not sufficiently show any unconstitutional delay or denial of justice; it also lacks proper reasoning and final cantonal review.

Motifs extraits

A constitutional complaint lies only against cantonal acts susceptible to challenge. A delay/denial-of-justice complaint requires concrete substantiation. The appellant merely repeated criticism of the teachers and did not meet the formal reasoning requirements; in any event, objections should first have been raised before the cantonal administrative court.

Question juridique clé

Whether legal aid should be granted for the federal proceedings.

Solution extraite

Legal aid is denied because the complaint was manifestly hopeless.

Motifs extraits

Since the complaint was doomed to fail from the outset, the requirement of non-frivolousness was not met.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs.

Solution extraite

The court fee is imposed on the complainant.

Motifs extraits

As the complaint was unsuccessful, the costs follow the outcome of the proceedings.

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