Non-entry on constitutional complaint against dismissal of supervisory complaint

1P.372/2004Tribunal fédéral / Ire division de droit public20 juil. 2004Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X. filed a constitutional complaint against a decision of the Zurich city school department that refused to hear his supervisory complaint and forwarded another filing to the district school board. The Federal Supreme Court held that the complaint was inadmissible because such decisions on supervisory complaints are not challengeable by constitutional complaint, the filing lacked the required substantiation, and the challenged decision was not final. It also rejected the request for legal aid as hopeless and charged the applicant with court costs of CHF 500.

Regeste Omnilex

Art. 86/87 OG, Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; admissibility of constitutional complaint against a decision refusing to enter into or dismissing a supervisory complaint. A constitutional complaint remains in principle purely cassatory and is inadmissible against decisions by which a supervisory complaint is not entered into, rejected, or left without effect. Such filings are additionally inadmissible absent finality of the cantonal decision. A complaint that fails to comply with the formal substantiation requirements is likewise non-entered. Indigence relief under Art. 152 OG requires non-frivolous prospects of success; where the filing is manifestly doomed, legal aid must be denied and costs may be imposed on the unsuccessful complainant (consid. 1-2).

Texte intégral

{T 0/2}
1P.372/2004 /sta

Urteil vom 20. Juli 2004
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesgerichtspräsident Aemisegger, Präsident,
Bundesrichter Fonjallaz, Eusebio,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Vorsteherin des Schul- und Sportdepartements
der Stadt Zürich, Amthaus, Parkring 4, Postfach, 8027 Zürich.

Gegenstand
Aufsichtsbeschwerde,

Staatsrechtliche Beschwerde gegen die Verfügung der Vorsteherin des Schul- und Sportdepartements der
Stadt Zürich vom 18. Juni 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ reichte beim Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Kreisschulpflege Zürichberg ein. Er rügte insbesondere, "dass der weibliche Lehrkörper ... ohne Grund und Anlass unschuldige Primarschüler physisch und psychisch einmal mehr angegriffen" habe; sie seien durch die Beklagten "systematisch fortdauernd gehindert, erfolgreich vollendet ausgeschlossen und schliesslich zu Erstklässlern strafversetzt worden", was geeignet sei, ihre Primarschulkarriere zu beeinträchtigen.

Mit Verfügung vom 18. Juni 2004 trat die Vorsteherin des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich auf eine Eingabe X.________s nicht ein, und eine andere Eingabe X.________s leitete sie an die Bezirksschulpflege Zürich weiter.

Hiergegen führt X.________ mit Eingabe vom 7. Juli 2004 staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht, mit der er die erwähnte Kritik gegenüber dem "weiblichen Lehrkörper" wiederholt und verschiedenen Lehrkräften eine Vielzahl von Straftatbeständen vorwirft.

Von vornherein nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit mit einer Vielzahl von Begehren mehr als die Aufhebung der angefochtenen Verfügung verlangt wird. Denn die staatsrechtliche Beschwerde ist von hier nicht vorliegenden Ausnahmen abgesehen grundsätzlich rein kassatorischer Natur, d.h. sie kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führen (BGE 129 I 129 E. 1.2.1 mit Hinweisen).

Ohnehin kann aber - was der Beschwerdeführer offenbar übersehen will - nach ständiger Rechtsprechung der Entscheid einer Behörde, auf eine Aufsichtsbeschwerde nicht einzutreten, sie abzuweisen oder ihr keine Folge zu geben, nicht mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten werden (BGE 121 I 42 E. 2a mit Hinweisen).

Abgesehen davon vermöchte die vorliegende Beschwerde den gesetzlichen Erfordernissen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 127 I 38 E. 3c, 127 III 279 E. 1b/c), auf die der Beschwerdeführer schon vielfach aufmerksam gemacht worden ist, nicht zu genügen.

Im Übrigen hat die Vorsteherin des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich die Anzeige X.________s der zunächst zuständigen Bezirksschulpflege Zürich zur weiteren Behandlung überwiesen. Auf die Beschwerde vom 7. Juli 2004 könnte auch wegen fehlender Letztinstanzlichkeit der angefochtenen Verfügung nicht eingetreten werden (Art. 86/87 OG).
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, weil die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 152 OG). Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Vorsteherin des Schul- und Sportdepartements der Stadt Zürich sowie der Bezirksschulpflege Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Juli 2004
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

constitutional complaintsupervisory complaintnon-entryfinalitysubstantiationlegal aidcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the constitutional complaint against the non-entry decision on a supervisory complaint was admissible

Solution extraite

The complaint was inadmissible; the court would not enter into it.

Motifs extraits

A constitutional complaint is generally purely cassatory and cannot seek broader relief. In addition, a decision not to enter into, dismiss, or disregard a supervisory complaint is not amenable to constitutional complaint. The filing also failed to meet the formal requirements and was not directed against a final cantonal decision because the matter had been forwarded to the competent district school board.

Question juridique clé

Whether legal aid should be granted

Solution extraite

Legal aid was denied because the complaint was hopeless from the outset.

Motifs extraits

Since the complaint had no prospects of success, the prerequisite of non-frivolousness was absent.

Question juridique clé

Allocation of federal court costs

Solution extraite

The court fee was imposed on the applicant.

Motifs extraits

As the proceedings ended with non-entry and the application for legal aid was refused, the costs were charged to the unsuccessful applicant.

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