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1F_23/2010 ΓÇó Revision of Federal Supreme Court ruling denied
1F_23/2010Tribunal fédéral / Ire division de droit public19 nov. 2010Dismissed
X. sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 1 October 2010 that had not entered into his complaint for insufficient reasoning. The Court held that revision is only possible on statutory grounds under Art. 121 ff. BGG. The applicant merely objected to the legal assessment and did not substantiate any overlooked material fact under Art. 121 lit. d BGG. The request was therefore dismissed without exchange of submissions, and the applicant was ordered to pay CHF 500 in court costs.
Art. 121 lit. d BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment for overlooked facts; a revision request is admissible only if the applicant specifically alleges and substantiates that the court inadvertently failed to consider an important fact already in the file. Mere disagreement with the legal assessment or reargument of the merits is not a revision ground. Where the alleged ground is not substantiated, the request is dismissed, if necessary without exchange of submissions under Art. 127 BGG; costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.
{T 0/2}
1F_23/2010
Urteil vom 19. November 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Reeb, Raselli,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,
gegen
Gerichtspräsident 1 des Kreisgerichts VI
Signau-Trachselwald, Dorfstrasse 21, 3550 Langnau im Emmental,
Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern,
Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_323/2010 vom 1. Oktober 2010.
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 1. Oktober 2010 mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf eine Beschwerde von X.________ nicht eingetreten ist (1B_323/2010);
dass X.________ mit Eingabe vom 29. Oktober 2010 (Postaufgabe 3. November 2010) die Revision des bundesgerichtlichen Urteils vom 1. Oktober 2010 verlangt hat;
dass die Aufhebung oder Abänderung eines wie hier in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich ist;
dass sich der Gesuchsteller sinngemäss auf Art. 121 lit. d BGG berufen hat;
dass gemäss dieser Bestimmung die Revision eines Entscheids des Bundesgerichts verlangt werden kann, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat;
dass der Gesuchsteller in seinem Revisionsgesuch nicht darlegt, inwiefern der angerufene Revisionsgrund beim bundesgerichtlichen Nichteintretensentscheid gegeben sein sollte;
dass blosse Kritik an der rechtlichen Würdigung im Revisionsverfahren nicht zu hören ist;
dass das Revisionsgesuch somit unbegründet und ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist;
dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die bundesgerichtlichen Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
erkennt das Bundesgericht:
1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Gerichtspräsidenten 1 des Kreisgerichts VI Signau-Trachselwald und der Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 19. November 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Féraud Pfäffli