Late and insufficiently reasoned appeal inadmissible

1C_836/2013Tribunal fédéral / Ire division de droit public15 nov. 2013Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appeal against the Aargau Administrative Court judgment was inadmissible. The filing was late because the 30-day deadline under the BGG had expired before the appeal was handed to the post. Independently, the submission did not satisfy the reasoning requirements because it merely criticized the earlier proceedings in general terms and failed to address the cantonal court’s detailed reasoning. The Court decided the matter in simplified proceedings and ordered that no court costs be levied.

Regeste Omnilex

Art. 100 Abs. 1, 42 Abs. 2 and 106 Abs. 2 BGG; timeliness and reasoning requirements for an appeal to the Federal Supreme Court. The appeal period begins on the day after service of the complete decision and is non-extendable (Arts. 44, 45, 47 BGG); a submission is timely only when it is handed to the postal service within the deadline (Art. 48 BGG). An appeal must specifically challenge the reasoning of the contested decision and show, in a legally substantiated manner, which federal or constitutional norms were violated; general criticism is insufficient. Where these requirements are manifestly lacking, the Court may decide in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}

1C_836/2013

Urteil vom 15. November 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, Postfach, 5001 Aarau,
Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 12, 5001 Aarau.

Gegenstand
Entzug des Führerausweises,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 25. September 2013 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 1. Kammer.

Erwägungen:

1.

Gestützt auf ein vom 22. Februar 2011 datiertes Arztzeugnis entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau X.________, geb. 1918, mit Verfügung vom 1. April 2011 den Führerausweis für sämtliche Kategorien auf unbestimmte Zeit. Gleichzeitig wurde die Wiedererteilung des Führerausweises von einem verkehrsmedizinischen Gutachten abhängig gemacht, gemäss welchem die Fahreignung ausdrücklich bestätigt werden müsste.

Aufgrund eines am 8. Juni 2012 ergangenen positiven Arztberichts erteilte das Strassenverkehrsamt X.________ den Führerausweis wieder unter Auflagen, gemäss Verfügung vom 19. Juni 2012.

Mit Verfügung vom 18. September 2012 entzog das Strassenverkehrsamt den Ausweis wieder vorsorglich für sämtliche Kategorien, in Anwendung von Art. 16d Abs. 1 lit. a SVG in Verbindung mit Art. 30 VZV.

Eine von X.________ hiergegen erhobene Beschwerde ans kantonale Departement Volkswirtschaft und Inneres blieb gemäss dessen Entscheid vom 15. März 2013 erfolglos.

Sodann hat die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau eine von X.________ gegen den Departementsentscheid erhobene Beschwerde mit Urteil vom 25. September 2013 abgewiesen.

2.

Gegen das verwaltungsgerichtliche Urteil führt X.________ mit Eingabe vom 7. November (Postaufgabe: 9. November) 2013 Beschwerde ans Bundesgericht.

Das Bundesgericht hat davon abgesehen, Vernehmlassungen einzuholen.

3.

Das Bundesgericht prüft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob bzw. inwieweit ein bei ihm eingereichtes Rechtsmittel zulässig ist (s. etwa BGE 138 I 435 S. 439 E. 1 mit Hinweisen).

3.1. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen. Diese gesetzliche Frist ist nicht erstreckbar (Art. 47 Abs. 1 BGG).

Das angefochtene verwaltungsgerichtliche Urteil ist dem Beschwerdeführer laut Aktenlage am Mittwoch, 9. Oktober 2013 zugestellt worden. Also begann die Frist zur Anfechtung des Urteils am Donnerstag, 10. Oktober 2013 zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG), und am Freitag, 8. November 2013 endete sie (Art. 45 BGG).

Die zwar vom 7. November 2013 datierte, aber erst am 9. November 2013 der Post übergebene Beschwerde ist daher verspätet eingereicht worden (vgl. Art. 48 BGG), so dass auf sie schon aus diesem Grund nicht einzutreten ist.

3.2. Abgesehen davon kritisiert der Beschwerdeführer das angefochtene Urteil bzw. das zugrunde liegende Entzugsverfahren nur ganz allgemein, ohne sich aber dabei im Einzelnen mit der dem Urteil zugrunde liegenden ausführlichen Begründung auseinander zu setzen. Insbesondere legt er nicht dar, inwiefern die dem Urteil zugrunde liegenden Erwägungen bzw. das Urteil selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll.

Die Beschwerde vermag daher den gesetzlichen Formerfordernissen nicht zu genügen (Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen).

3.3.
Demgemäss ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da sie nach dem Gesagten offensichtlich mängelbehaftet ist, kann über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden.

4.

Bei den gegebenen Verhältnissen kann davon abgesehen werden, für das vorliegende Verfahren Kosten zu erheben.

Demnach wird erkannt:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau, dem Departement Volkswirtschaft und Inneres des Kantons Aargau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 1. Kammer, sowie dem Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnahmen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. November 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Mots-clés

driving licenceinadmissibilitytime limitreasoning requirementsimplified procedureadministrative measure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal was filed within the 30-day deadline

Solution extraite

The appeal was lodged too late because the deadline expired on 8 November 2013 and the filing reached the post only on 9 November 2013.

Motifs extraits

Under Arts. 100(1), 44(1), 45 and 48 BGG, the time limit starts the day after service and is non-extendable; the post date controls timeliness, and the filing was therefore late.

Question juridique clé

Whether the appeal met the statutory reasoning requirements

Solution extraite

The appeal was also insufficiently reasoned because it only attacked the prior decisions in general terms without engaging with the cantonal court’s reasoning.

Motifs extraits

Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG require specific legal reasoning showing why the challenged decision is unlawful or unconstitutional; that standard was not met.

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