Non-entry for insufficient reasoning in building-law appeal

1C_53/2011Tribunal fédéral / Ire division de droit public3 févr. 2011Inadmissible

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Résumé

X.________ challenged the refusal of free legal aid in a building-law enforcement matter. After the municipal restoration order and the cantonal refusal of legal aid, he filed a complaint to the Federal Supreme Court but did not provide any substantiated reasoning and also sought an extension of the filing deadline. The Court held that statutory deadlines are not extendable and that the complaint failed to satisfy the reasoning requirement. It therefore did not enter into the matter in simplified procedure and waived court costs.

Regest

Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG; unextendable time limits and mandatory reasoning of the complaint. Statutory procedural deadlines may not be extended. A complaint in public law matters must, in a concise but intelligible manner, indicate how the challenged decision violates federal law; a merely unsubstantiated filing does not satisfy Art. 42 Abs. 2 BGG. Where the reasoning defect is manifest, the Federal Supreme Court may decide by summary procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and declare the complaint inadmissible without further exchange of submissions (consid. 3-4). Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 5).

Texte intégral

{T 0/2}
1C_53/2011

Urteil vom 3. Februar 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Sicherheits- und Justizdepartement
des Kantons St. Gallen,
Moosbruggstrasse 11, 9001 St. Gallen.

Gegenstand
Baubewilligung; Herstellung des rechtmässigen Zustands; unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 16. Dezember 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen.
Erwägungen:

1.
Der Gemeinderat Wittenbach verpflichtete mit Verfügung vom 22. September 2010 X.________ und Y.________ zur Herstellung des Zustands gemäss Baubewilligung vom 29. November 2001 und zur Entfernung der auf dem Grundstück Nr. 61 abgestellten Fahrzeuge, Anhänger, Container und dergleichen. Gleichzeitig wurde die Ersatzvornahme angedroht. Gegen die Verfügung erhoben X.________ und Y.________ am 11. Oktober 2010 Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen und beantragten u.a. die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.

Das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen wies mit Verfügung vom 9. November 2010 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung ab. Dagegen erhob X.________ Beschwerde, welche vom Präsidenten des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 16. Dezember 2010 abgewiesen wurde.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 31. Januar 2011 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Dezember 2010. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Gesetzlich bestimmte Fristen können nicht erstreckt werden (Art. 47 Abs. 1 BGG). Dem Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist zur Einreichung einer Beschwerdebegründung kann somit nicht entsprochen werden.

4.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Die Eingabe des Beschwerdeführers enthält keine Begründung, weshalb mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

5.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Sicherheits- und Justizdepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Februar 2011

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Fonjallaz Pfäffli

Mots-clés

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