Inadmissibility of appeal against cantonal non-entry decision on voting rights

1C_333/2009Tribunal fédéral / Ire division de droit public30 juil. 2009Inadmissible

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Résumé

The appellant challenged a Bern cantonal government decision that had declined to enter into a voting-rights complaint concerning the 27 September 2009 federal referendum on supplementary disability insurance financing. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the reasoning requirements and did not show any violation of federal law. In simplified procedure, the court therefore did not enter into the appeal. Court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 ff. BGG; admissibility of a public-law appeal against a cantonal non-entry decision in electoral matters. A party must set out in a concise manner how the challenged decision infringes law; absent substantiated reasoning, the appeal is manifestly deficient and may be disposed of in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG. Acts of the Federal Assembly and the Federal Council are not subject to complaints for violation of political rights (Art. 189 Abs. 4 BV; Art. 88 Abs. 1 lit. b BGG). Costs are allocated according to the outcome pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
1C_333/2009

Urteil vom 30. Juli 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68,
3000 Bern.

Gegenstand
Eidgenössische Volksabstimmung vom 27. September 2009 betreffend befristete Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 15. Juli 2009
des Regierungsrats des Kantons Bern.
In Erwägung,
dass X.________ gegen die Eidgenössische Volksabstimmung vom 27. September 2009 im Zusammenhang mit der befristeten Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze Abstimmungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons Bern erhoben hat;
dass er damit das Vorgehen der Bundesbehörden beanstandet, welche durch die Änderung des zugrunde liegenden Bundesbeschlusses über diese befristete Zusatzfinanzierung der Invalidenversicherung durch Anhebung der Mehrwertsteuersätze ohne Anpassung des Kreisschreibens des Bundesrates zur betreffenden Volksabstimmung Bundesrecht verletzt haben sollen;
dass der Regierungsrat mit Entscheid vom 15. Juli 2009 auf die Beschwerde nicht eingetreten ist, weil diese sich - wie er im angefochtenen Beschluss zusammenfassend festgehalten hat - gegen Akte von Bundesbehörden richte, welche nicht als Anfechtungsobjekte taugten;
dass X.________ mit Eingabe vom 20. Juli 2009 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Nichteintretensentscheid vom 15. Juli 2009 führt;
dass nach Art. 42 Abs. 2 BGG in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, wobei die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe nennen;
dass der Beschwerdeführer nicht rechtsgenüglich darlegt, inwiefern der Regierungsrat mit dem fraglichen Nichteintretensentscheid Recht im Sinne von Art. 95 ff. i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG verletzt haben sollte;
dass der Beschwerdeführer im Übrigen darauf hinzuweisen ist, dass Akte der Bundesversammlung und des Bundesrates nicht der Beschwerde wegen Verletzung politischer Rechte unterliegen (vgl. Art. 189 Abs. 4 BV und Art. 88 Abs. 1 lit. b BGG);
dass die Beschwerde nach dem Gesagten offensichtlich mangelhaft ist, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist;

dass die Gerichtskosten dem Ausgang des Verfahrens entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Regierungsrat des Kantons Bern und der Bundeskanzlei schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Juli 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Aemisegger Bopp

Mots-clés

voting rightsadmissibilityreasoning requirementnon-entry decisionsimplified procedurecourt costs