Non-entry on complaint against refusal to authorize criminal prosecution

1C_301/2014Tribunal fédéral / Ire division de droit public12 juin 2014Inadmissible

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Résumé

A complainant challenged a cantonal decision refusing authorization to prosecute four judges. The Federal Supreme Court held that an ordinary public-law complaint was unavailable under Art. 83 lit. e BGG and that only a subsidiary constitutional complaint could be considered. Because the appellant failed to articulate any admissible constitutional grievance and did not explain a violation of constitutional rights, the pleading did not meet the requirements of Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG. The Court therefore declined to enter into the matter in simplified procedure under Art. 108(1)(b) BGG and waived court costs.

Regest

Art. 83 lit. e BGG, Art. 116 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a complaint against refusal of authorization to prosecute judges; the ordinary complaint in public law matters is excluded, so only the subsidiary constitutional complaint is open. Such a remedy requires a precisely reasoned invocation of constitutional rights; a mere criticism of the decision is insufficient. If no admissible constitutional ground is set out, the Federal Supreme Court does not enter into the matter in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1).

Texte intégral

{T 0/2}

1C_301/2014

Urteil vom 12 Juni 2014

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. B.________,
  2. C.________,
  3. D.________,
  4. E.________,
    Beschwerdegegner,

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich.

Gegenstand
Ermächtigung zur Durchführung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss der Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich vom 27. Februar 2014.

In Erwägung,
dass A.________ mit Eingabe vom 7. Oktober 2013 Strafanzeige gegen die Oberrichter B.________ und C.________ sowie die Ersatzoberrichter D.________ und E.________ erhoben hat;
dass die Geschäftsleitung des Kantonsrates Zürich mit Beschluss vom 27. Februar 2014 das Ermächtigungsgesuch gegen die Angezeigten abgewiesen hat, soweit darauf eingetreten wurde;
dass A.________ mit Eingabe vom 10. Juni 2014 Beschwerde gegen den Beschluss der Geschäftsleitung des Kantonsrates Zürich beim Bundesgericht eingereicht hat;
dass gemäss Art. 83 lit. e BGG die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide über die Verweigerung der Ermächtigung zur Strafverfolgung von Oberrichtern unzulässig ist, weshalb, entsprechend der Rechtsmittelbelehrung, die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegeben ist;
dass mit der subsidiären Verfassungsbeschwerde einzig die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden kann (Art. 116 BGG);
dass nach Art. 42 Abs. 2 BGG in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt;
dass der Beschwerdeführer, der keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, nicht darlegt, inwiefern der von ihm beanstandete Beschluss verfassungswidrig sein soll;
dass die Beschwerde den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) offensichtlich nicht genügt, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist;

dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und der Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Juni 2014

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Mots-clés

inadmissibilityconstitutional complaintauthorization to prosecuteformal requirementsnon-entrycourt costs