Non-entry for insufficiently reasoned electoral complaint

1C_269/2009Tribunal fédéral / Ire division de droit public3 juil. 2009Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Katharina Bender appealed to the Federal Supreme Court against the Zurich Government Council’s decision rejecting her challenge to the 17 May 2009 federal referendum on biometric passports. The Court held that the appeal did not satisfy the reasoning requirement of Art. 42(2) BGG because it did not show any legal violation. In simplified procedure under Art. 108 BGG, the President therefore declined to enter into the matter. The request to join this case with another pending complaint was refused. The Court exceptionally waived costs under Art. 66(1) BGG, making the request for legal aid moot.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; die Beschwerdeschrift muss in gedrängter Form darlegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Fehlt eine rechtsgenügliche Begründung, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten. Eine Verfahrensvereinigung kommt nur in Betracht, wenn eine hinreichend begründete, zulässige Eingabe vorliegt. Art. 66 Abs. 1 BGG allows exceptional waiver of costs; where no costs are imposed, a request for legal aid becomes moot.

Texte intégral

{T 1/2}
1C_269/2009

Urteil vom 3. Juli 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
Katharina Bender, Beschwerdeführerin,

gegen

Regierungsrat des Kantons, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Eidgenössische Abstimmung vom 17. Mai 2009 über den Bundesbeschluss vom 13. Juni 2008 über die Genehmigung und die Umsetzung des Notenaustauschs zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft betreffend die Übernahme der Verordnung (EG) Nr. 2252/2004 über biometrische Pässe und Reisedokumente,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 3. Juni 2009
des Regierungsrats des Kantons Zürich.
In Erwägung,
dass gegen die Eidgenössische Volksabstimmung vom 17. Mai 2009 über den Bundesbeschluss vom 13. Juni 2008 über die Genehmigung und die Umsetzung des Notenaustauschs zwischen der Schweiz und der Europäischen Gemeinschaft betreffend die Übernahme der Verordnung (EG) Nr. 2252/2004 über biometrische Pässe und Reisedokumente Katharina Bender Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Zürich erhoben hat;
dass die Präsidentin des Regierungsrats des Kantons Zürich mit Verfügung vom 3. Juni 2009 die Beschwerde von Katharina Bender mit den 95 weiteren separat eingereichten Beschwerden vereinigte und sie abwies, soweit darauf einzutreten war;
dass Katharina Bender mit Eingabe vom 15. Juni 2009 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen die Verfügung der Präsidentin des Regierungsrats des Kantons Zürich vom 3. Juni 2009 erhoben hat;
dass die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht entspricht, da sich aus ihr mangels einer Begründung nicht ergibt, inwiefern die angefochtene Verfügung Recht im Sinne dieser Bestimmung verletzen sollte;
dass, da keine den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG genügende Rechtsschrift vorliegt, eine Vereinigung des vorliegenden Verfahrens mit dem Verfahren einer weiteren in dieser Sache hängigen Beschwerde, wie es die Beschwerdeführerin beantragt, nicht in Betracht fällt;
dass im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass ausnahmsweise auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG), wodurch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos wird;
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, dem Regierungsrat des Kantons Zürich und der Bundeskanzlei schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 3. Juli 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Mots-clés

electoral complaintadmissibilityreasoned pleadingjoindersimplified procedurecourt costslegal aidnon-entry

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal met the reasoning requirements under Art. 42(2) BGG.

Solution extraite

It did not; the filing did not explain, in a legally sufficient way, why the challenged decision violated federal law.

Motifs extraits

The appeal lacked any adequate substantiated argumentation showing a legal violation, so the formal admissibility requirement was not met.

Question juridique clé

Whether the Federal Supreme Court should join this case with another pending complaint.

Solution extraite

No joinder was possible because the present filing did not satisfy the mandatory reasoning requirements.

Motifs extraits

Without an admissible or properly reasoned pleading, procedural consolidation was not in order.

Question juridique clé

Whether costs should be charged and legal aid granted.

Solution extraite

No costs were charged; the legal-aid request became moot.

Motifs extraits

The Court exceptionally waived court costs under Art. 66(1) BGG, which removed the need to decide legal aid.

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