Inadmissibility for insufficient reasoning in criminal complaint

1B_587/2012Tribunal fédéral / Ire division de droit public10 oct. 2012Inadmissible

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Résumé

A filed a criminal complaint against X. for property damage. The Schwyz public prosecutor declined to open proceedings, but the cantonal court upheld A.'s complaint and set aside the non-prosecution decision. X. then appealed to the Federal Supreme Court. The Court held that the appeal was not sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act, since X. only made general criticism and did not engage with the cantonal court’s detailed reasoning. The appeal was therefore not entered into, no costs were charged, and no party compensation was awarded.

Regest

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; inadmissibility for insufficient reasoning of a Federal Supreme Court appeal: the appeal must, in a concrete and specific manner, show why the challenged decision infringes federal law or constitutional rights. A merely general or appellatory criticism of the lower-court reasoning is insufficient. If the deficiency is manifest, the Court may decide in the simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG (consid. 1). Where no costs are imposed pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG and the respondent incurs no compensable expense, no party compensation is awarded.

Texte intégral

{T 0/2}
1B_587/2012

Urteil vom 10. Oktober 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

A.________,
2. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Strafverfahren; Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz vom 28. August 2012.

In Erwägung,
dass A.________ am 9. Dezember 2011 Strafantrag gegen X.________ wegen Sachbeschädigung erstattete;

dass die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz am 6. März 2012 verfügte, die verlangte Strafuntersuchung nicht anhand zu nehmen;

dass A.________ hiergegen an das Kantonsgericht Schwyz gelangte;

dass dieses seine Beschwerde mit Beschluss vom 28. August 2012 gutgeheissen und die Verfügung vom 6. März 2012 aufgehoben hat;

dass X.________ gegen diesen Beschluss mit Eingabe vom 5. Oktober (Postaufgabe: 6. Oktober) 2012 Beschwerde ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen einzuholen;

dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Beschluss ganz allgemein beanstandet, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die zugrunde liegende einlässliche Begründung bzw. der Beschluss selbst im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68, mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass somit schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, weshalb es sich erübrigt, auch noch die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, vorliegend keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG);

dass dem Beschwerdegegner durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden und daher keine Parteientschädigung zuzusprechen ist;

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Oberstaatsanwaltschaft und dem Kantonsgericht Schwyz schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Oktober 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Mots-clés

inadmissibilityreasoning requirementscriminal complaintnon-prosecutionsimplified procedurecosts